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Berriozar: Bergwege, Erinnerungsorte und Ortsgeschichte

Unterkünfte in Berriozar

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Monte Ezkaba und der Weg zum Eltxumendi

Berriozar verbindet den Monte Ezkaba–San Cristóbal, eine landwirtschaftliche Zone mit dem alten Siedlungskern und eine städtische Zone, die vor allem von Wohnungen, Dienstleistungen und Industrie geprägt ist. Diese unterschiedlichen Bereiche geben dem Ort ein vielseitiges Gesicht zwischen Landschaft, Ortsgeschichte und alltäglichem Leben.

File:Pas a nivell a Berriozar - 20190806 175214(0).jpg File:Pas a nivell a Berriozar - 20190806 175214(0).jpg Foto: pere prlpz via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Für leichte Bewegung bietet sich eine 8,05 Kilometer lange Rundwanderung an, die in der Calle de San Agustín beginnt und etwa 2 Stunden und 5 Minuten Gehzeit umfasst. Der zwei Kilometer lange Sendero Hazitxo startet neben der Escuela Mendialdea und führt als Erlebnisweg auf den Monte Ezkaba. Figuren zu lokalen Themen, zur Mythologie und zur Natur greifen dabei Berriozars Geschichte, den Respekt vor der Natur sowie Motive wie Mari, Basajaún und Eguzkilore auf; auch Tierdarstellungen gehören dazu.

Ein kommunaler Bergwanderweg führt von Berriozar zum Eltxumendi. Vom Gipfel bieten sich Ausblicke auf das Becken von Pamplona und die angrenzenden Täler. Der Sendero de la Memoria setzt einen anderen Schwerpunkt: Der 8,24 Kilometer lange Erinnerungsweg besitzt elf markante Stationen und vermittelt anhand der Landschaft die Ereignisse der Flucht von 1938. Am Sendero Hazitxo erinnert im Gebiet Espartzeta außerdem ein Gedenkbuch an den Ort, an dem während der Flucht von San Cristóbal fünf Menschen erschossen wurden.

Kirche, Waschhaus und historische Spuren

Im Casco Antiguo steht die Iglesia de San Esteban. Das schlichte Gebäude vom Ende des 12. Jahrhunderts besitzt einen rechteckigen Grundriss, einen geraden Chorabschluss, eine große prismatische Turmanlage, spitzbogige Arkaden, einfache Kreuzrippengewölbe und ein spitzbogiges Portal aus derselben Zeit. Kapellen und Sakristei kamen im 16. Jahrhundert hinzu, ein Portikus im 18. Jahrhundert. Der Hauptaltar von 1643 wird Martín de Echeverría zugeschrieben und gilt als bedeutendstes skulpturales Werk des Tempels sowie als Übergang zwischen Romanismus und Barock.

Das Waschhaus von Berriozar wurde 1745 errichtet und besitzt drei Wasserläufe; der mittlere und größte ist im Volksmund als „Zorroka“ bekannt. Frühmorgens holten Frauen dort sauberes, unbenutztes Wasser und wuschen farbige sowie weiße Wäsche. Nachmittags diente der Ort Kindern zum Spielen. Zur Wäschepflege gehörten die „jabonada“ und die „colada“; im Jahr 1880 gab es in Berriozar 13 berufliche Wäscherinnen. Palacio Ezpeleta ist auch als Casa Kataxar (Alkate zahar) bekannt und hat privaten Zugang. Das romanische Bildnis Virgen Nuestra Señora del Sagrario aus dem 12. Jahrhundert befand sich früher in der alten, außerhalb von Berriozar gelegenen Ermita de Donamaría.

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Feste, Figuren und gemeinsames Essen

Lokale Bräuche prägen den Jahreslauf. Der Día de Berriozar findet seit dem Jahr 2000 am vierten Samstag im Mai auf der Plaza Eguzki statt. Dazu gehören eine Handwerksmesse, ein Treffen der Klöpplerinnen und eine Verkostung von Talos. Am Samstagvormittag ergänzen eine öffentliche Bücherausstellung für Kinder und Erwachsene sowie ein umweltbezogener Bastelworkshop für Kinder das Programm.

Zur Tradition der San-Juan-Feuer gehören in der Nacht vom 23. auf den 24. Juni Lagerfeuer, das Läuten der Schellen der „joaldunak“, Fanfarenmusik, das Überspringen der Feuer durch Jugendliche und das Grillen von Chistorra durch ältere Menschen. Die Feier zu San Isidro ist in der Altstadt verwurzelt und findet am Sonntag statt, der dem 15. Mai am nächsten liegt. Nach einer Prozession und der Segnung der Felder wird den Versammelten ein gemeinsames Mahl serviert. Bei lokalen Festen und Zusammenkünften werden heute die Riesen- und Großkopf-Figuren von Berriozar gezeigt. Die vier 1984 vom Ayuntamiento bei einer Fabrik in Zaragoza bestellten Riesen heißen Pamplonica, Poxpolina, Kaxero und Kaxera und stellen vier navarrische Festtagskleidungen dar. Der traditionelle Tanz der Mayordomos ist eine für Berriozar typische Zeremonie.

Weitere Orientierung

Die städtische Buslinie 17 verbindet Mutilva und Berriozar. Für weitere Ziele im selben übergeordneten Gebiet können Sie Beriáin, Urdax, Barañáin, Murillo El Fruto, Berrioplano, Ihabar, Uztegi und Gorraiz ansehen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Navarra.

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