Arbizu: Kirchen, Turmhaus und Wanderweg
Unterkünfte in Arbizu
Arbizu verbindet ein historisches Ortsbild mit sakraler Kunst, einem mittelalterlichen Turmhaus und Wegen in die Landschaft des Aralar. Die aneinandergebauten Häuser zeigen unterschiedliche Stilrichtungen und stammen aus verschiedenen Epochen. Der architektonische Wert liegt dabei vor allem im Ensemble und nicht in einem einzelnen herausragenden Gebäude. Für kulturgeschichtlich Interessierte entsteht so ein Ortsbild, in dem mehrere Zeiten unmittelbar nebeneinander stehen.
Weitere Ziele: Yerri, Orkoien, Gartzain, Lintzoain, Garaioa, Ostiz, Urroz und Lizaso.
Kultur
Die Kirche Santa María ist eine überwiegend gotische Kirche aus dem 17. Jahrhundert. Ihr Grundriss hat die Form eines lateinischen Kreuzes und umfasst ein einziges Kirchenschiff. Der viergliedrige Turm mit Glockenstube und der hölzerne Portikus auf steinernen Sockeln ergänzen den Sakralbau um markante Bauteile. Grundriss, Turm und Portikus geben der Kirche jeweils eine eigene architektonische Präsenz.
Im Inneren von Santa María befinden sich ein neuzeitliches Hauptaltarretabel im spätneoklassizistischen Stil, eine Renaissance-Skulptur der Jungfrau mit dem Kind aus dem 16. Jahrhundert und eine romanistische Darstellung des heiligen Petrus aus dem 17. Jahrhundert. Hinzu kommen barocke Retabel der Rosenkranzmadonna und der Kreuzigung, ebenfalls aus dem 17. Jahrhundert. Die Kirche verbindet damit mehrere künstlerische Epochen in einem einzigen Innenraum.
Geschichte
Jakaantxa ist ein mittelalterliches Turmhaus mit quadratischem Grundriss, vier Stockwerken und einem Walmdach. Das Gebäude war ein als „cabo de armería“ bezeichnetes Wehr- oder Adelshaus von Arbizu und ist im Wappenbuch des Königreichs Navarra verzeichnet. Seine Bauform und die historische Einordnung stehen neben der kirchlichen Architektur als zweiter markanter Zugang zur Ortsgeschichte.
Die San-Juan-Einsiedelei besitzt ein einziges Kirchenschiff. In ihr befinden sich ein barockes Retabel aus dem 17. Jahrhundert und eine ebenfalls barocke Darstellung des heiligen Johannes aus dem 17. Jahrhundert. An ihrer Eingangstür ist die Jahreszahl 1792 eingetragen. Kirchenschiff, Ausstattung und Jahreszahl verbinden den schlichten Bau mit konkreten Spuren seiner Geschichte.
Natur
Der Dolmen Artabakargoa ist einer von zwei prähistorischen Dolmen im Wald auf der Aralar-Seite des Gemeindegebiets von Arbizu. Damit reicht die Geschichte des Ortes über mittelalterliche und neuzeitliche Gebäude hinaus bis in die Vorgeschichte. Der Dolmen und die Waldlandschaft bilden ein eigenes Motiv innerhalb des Ortsgebiets.
Der PR-NA 135 Sendero de las Bordas beginnt an der Bushaltestelle von Arbizu und führt durch Eichen- und Buchenwälder hinauf zu einem Karstgebiet im Aralar. Der mittelschwere kleine Wanderweg hat eine angegebene Streckenlänge von 19.150 km, eine Dauer von sieben Stunden und 600 m Höhenunterschied. Eichen- und Buchenwälder, Karstgebiet und Dolmen verbinden auf diesem Themenfeld Natur- und Geschichtsinteressen.
Tradition
Der Tag der Txistorra findet in Arbizu an dem Sonntag statt, der ungefähr auf den 12. Oktober fällt.
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