Ablitas: Römische Villa, Burg und Kultureroute
Unterkünfte in Ablitas
Ablitas trägt seine Geschichte nicht nur in einzelnen Bauwerken, sondern in einer Folge sehr unterschiedlicher Zeugnisse: El Villar de Ablitas, das Castillo, die Pfarrkirche Santa María Magdalena und eine römische Straße erzählen jeweils von einer anderen Epoche. Ergänzt wird dieses kulturelle Profil durch die Steppe von Peñadil, Montecillo und Monterrey sowie den Blick vom Cabezo de la Mesa über das Queiles-Tal und die Ebroterrasse.
Kultur
Die archäologische Stätte El Villar de Ablitas umfasst die Überreste einer römischen Villa aus dem 1. bis 5. Jahrhundert n. Chr. El Villar de Ablitas zählt zu den größten erhaltenen römischen Villen in Navarra; die Überreste sind in ausgezeichnetem Erhaltungszustand. Das römische Mosaik von El Villar de Ablitas war in Navarra das einzige vollständig erhaltene Mosaik, das in den vorangegangenen 25 Jahren entdeckt worden war. Die Thermen der römischen Villa El Villar de Ablitas stammen aus dem 4. Jahrhundert und gelten als der am besten erhaltene private Thermenkomplex in Navarra.
Das Castillo de Ablitas war eine der bedeutendsten Bastionen des Königreichs Navarra gegenüber den angrenzenden Gebieten Aragóns und Kastiliens. Es ist als Bien de Interés Cultural (BIC) eingestuft. Nach der Restaurierung im Jahr 2020 können Besucher die unterirdischen Galerien des Castillo de Ablitas besichtigen und von diesem geschichtsträchtigen Ort den Ort überblicken.
Die Pfarrkirche Santa María Magdalena hat mittelalterliche Ursprünge. Ihr heutiges Erscheinungsbild entstand durch Umbauten im 16. Jahrhundert zu einer gotisch-renaissancezeitlichen Kirche. Zugleich ist sie weiterhin ein lebendiger Ort, an dem Messen, Orgelkonzerte und kulturelle Aktivitäten stattfinden.
Das Área interpretativa de la calzada romana de Ablitas schützt einen 200 Meter langen Abschnitt einer Römerstraße. Didaktische Informationstafeln und die Nachbildung eines Meilensteins machen den Abschnitt zu einem Freilichtmuseum. Die Römerstraße bei Ablitas gehörte zur Via de Italia in Hispania, einer der wichtigsten Verkehrswege Hispaniens, die das Mittelmeer mit der Kantabrikküste verband.
Natur
Am Cabezo de la Mesa befand sich in der Eisenzeit vor etwa 2.300 Jahren ein großes keltiberisches Oppidum. Vom Cabezo de la Mesa aus überblickt man weite Teile des Queiles-Tals und der Ebroterrasse. Die Steppe von Peñadil, Montecillo und Monterrey umfasst geschützte LIC-Gebiete und weist Arten von vorrangigem Naturschutzinteresse auf. Archäologischer Schauplatz, weiter Landschaftsblick und geschützte Lebensräume liegen damit als eigenständige Themen nebeneinander.
Unterwegs
In Ablitas gibt es eine etwa 11 km lange Kulturerberoute durch die wichtigsten historischen Stätten. Die Steppe von Peñadil, Montecillo und Monterrey kann über BTT-Routen erkundet werden. So stehen für die Fortbewegung sowohl eine Kulturerbestrecke als auch Wege durch eine naturschutzfachlich bedeutende Landschaft zur Verfügung.
Weitere Orte: Roncal, Arbizu, El Busto, Zabalceta, Rada, Ihabar, Eraul und Corella.
Zu den Festen von Ablitas gehört ein traditioneller Akt, bei dem 300 kg Birnen von den Balkonen des Rathauses geworfen werden.
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