Villamanrique de Tajo am Tajo: Natur, Geschichte und Wege
Villamanrique de Tajo am Fluss
Am Tajo liegt in Villamanrique de Tajo der Parque Fluvial, ein 40.000 m² großes Naturgebiet. Die Fläche ist inselartig vom Tajo umgeben und ausschließlich über eine Holz- und Steinbrücke zugänglich. Damit beginnt die Erkundung an einem klar umrissenen Ort, dessen Flusslage und eigenständige Struktur unmittelbar zusammengehören.
Naturraum und Aufenthalt im Parque Fluvial
Der Parque Fluvial gilt als geschützter Naturraum. Im Gebiet verlaufen Wege zwischen einheimischen Kiefern, Tamarisken und Ulmen; außerdem gibt es dort Vögel und aquatische Arten. Der Naturraum des Parque Fluvial umfasst damit verschiedene Pflanzen- und Tierarten.
Für Bewegung bietet der Parque Fluvial Bewegungseinrichtungen, eine Calisthenics-Anlage und abgegrenzte Plätze für Futsal, Basketball und Tennis. Auch Kinderspielplätze gehören dazu. Der Parque Fluvial umfasst Naturraum, Aufenthaltsbereiche und Sporteinrichtungen.
Am Eingang des Parque Fluvial gibt es einen Picknickbereich mit zahlreichen Tischen und Bänken sowie einen Parkplatz. Ein über das Flussbett hinausragender Anleger ergänzt den Park. Vom Anleger aus ist der Sonnenuntergang zu sehen.
Kirchen, Fincas und historische Salzgewinnung
Die Iglesia de Santa María de Albuher ist eine einschiffige Kirche mit einem dreiteiligen Glockenturm. Der obere Abschnitt des Glockenturms ist achteckig. Das Bauwerk setzt damit einen eigenständigen architektonischen Akzent innerhalb der Kulturziele von Villamanrique de Tajo.
Auf der Finca de Buenamesón befinden sich der Palacio de Buenamesón, ein Bauwerk aus dem 17. Jahrhundert, und eine Kirche aus dem 16. Jahrhundert. Beide Gebäude stehen auf demselben Gut und führen in unterschiedliche historische Epochen zurück.
Die Salinas de Carcaballana stammen aus dem 18. Jahrhundert. Erhalten sind dort eine Mine, aus der Salz gewonnen wurde, und hölzerne Leitungen, durch die das Wasser zum ehemaligen Heilbad floss.
Historische Wegführung durch die Landschaft
Die historische Wegführung verläuft zunächst parallel zum Tajo, überquert eine Holzbrücke und anschließend die M-325. Auf einem Weg nur für Wanderer führt sie an den Peñas de González, landwirtschaftlich genutzten Flächen und Bereichen ehemaliger Steinbrüche vorbei. Danach steigt die Route in Richtung Valdegrana an und führt durch die ersten Kiefernwälder; der Tajo liegt dabei südlich der Strecke.
Die historische Wegführung führt außerdem an natürlichen Öfen vorbei, die in der Gegend zur Ausbeutung gipshaltiger Böden genutzt wurden. An der historischen Wegführung gibt es einen Aussichtspunkt mit einem weiten Blick aus der Höhe auf Villamanrique de Tajo und die Felder der Vega. Der Landschaftseindruck entsteht hier aus dem Wechsel von Fluss, landwirtschaftlich genutzten Flächen, Höhenlage und Spuren früherer Nutzung.
Am Ende der historischen Wegführung liegt das Erholungsgebiet „Las Cuevas“. Von dort sind die Kirche von Villamanrique de Tajo und ihr Glockenturm zu sehen. Außerdem gibt es dort eine große Informationstafel zu den Etappen 17 und 18 des Camino Natural del Tajo. Auf der historischen Wegführung gibt es eine Hütte zur Vogelbeobachtung und eine offene Fläche, auf der Kaninchen zu sehen sein können.
Feste im September
Die Patronatsfeste von Villamanrique de Tajo finden Mitte September statt. Sie umfassen Kinderspiele, Sportwettbewerbe, Feuerwerk, Stierveranstaltungen, Volkstänze, eine Prozession und eine Romería. Das Festprogramm bringt damit religiöse, sportliche und volkstümliche Elemente in einem konkreten Zeitraum zusammen.
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