Rascafría: Kloster, Routen und Natur
File:Rascafría, Madrid, Spain - panoramio.jpg
Foto: wortofree madrid via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Rascafría verbindet Klostergeschichte, Routen durch Waldlandschaften und Flussbecken. Das Real Monasterio de Santa María de El Paular steht seit 1876 als Bien de Interés Cultural in der Kategorie Nationaldenkmal unter Schutz. 1390 wurde es vom Haus Trastámara als erste Kartause Kastiliens gegründet. Kloster, Granitbrücke, Waldwege und Flussbecken sprechen dabei unterschiedliche Interessen an: Baugeschichte, Landschaftsformen und Wasserbereiche stehen als eigenständige Themen nebeneinander. Für Kultur- und Naturinteressierte verbindet Rascafría damit konkrete Orte und Wege, ohne dass die historischen und landschaftlichen Seiten ineinander verschwimmen. Das Kloster, die Brücke, der Wald und die Wasserbecken setzen jeweils eigene Akzente.
Weitere Ziele: Santo Domingo, Coslada, Talamanca, La Hiruela, Tres Cantos, Cenicientos, Leganés und Cervera De Buitrago.
Kultur und Geschichte
Zum Klosterbereich des Real Monasterio de Santa María de El Paular gehören die Kirche, der Kapitelsaal, das Tabernakel-Sakrarium, das Refektorium und der Kreuzgang der Erinnerung. Für kulturgeschichtlich Interessierte bilden die Gründung des Klosters und seine geschützte Stellung zwei unterschiedliche historische Themen. Eine dreibogige Brücke aus Granitquadern wurde wahrscheinlich in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts als Ersatz für eine ältere Brücke errichtet.
Routen und Landschaft
Die Rundroute El Paular y Los Batanes ist 4,3 Kilometer lang und beginnt und endet am Parkplatz Los Cascajales im Ortskern von Rascafría. Auf der Route sind Wälder aus Pyrenäen-Eichen und Ufervegetation zu sehen. Damit verbindet dieser Weg eine klar begrenzte Rundstrecke mit unterschiedlichen Landschaftselementen.
Wer Bewegung und Landschaft verbinden möchte, findet in Rascafría drei unterschiedliche Routenformen: Die Strecke von Rascafría nach Oteruelo ist etwas mehr als 2 Kilometer lang, verläuft ohne Steigung und ist Teil des Camino Natural. Die Ruta Verde 1 verläuft vom Puerto de Los Cotos über El Paular nach Rascafría und kann zu Fuß, zu Pferd, mit dem Mountainbike oder bei entsprechender Schneelage teilweise auf Skiern zurückgelegt werden.
Natur und Wasser
Am El Bosque de Finlandia gibt es entlang des Weges von Rascafría nach El Paular eine Wasseranlage sowie Birken, Eiben und Stechpalmen. Das Peñalara-Massiv weist gut erhaltene glaziale Landschaftsformen auf, die in der Comunidad de Madrid als einzigartig gelten. Für Naturinteressierte stehen damit der Wald, das Massiv und die Wasserläufe als unterschiedliche Landschaftsthemen im Raum.
Die Cascadas del Purgatorio sind durch die Erosion des Arroyo del Aguilón entstanden; das Wasser fließt zwischen markanten Granitfelsabbrüchen und dichten Waldflächen aus Waldkiefern. Im Erholungsgebiet Las Presillas gibt es drei Flussbecken, in denen ausschließlich in diesem Bereich das Baden erlaubt ist. Der Zugang zum Erholungsgebiet ist kostenlos.
Besucherinformation
Das Centro de Visitantes Valle de El Paular befindet sich in Rascafría neben dem Puente del Perdón und bietet einen Informationspunkt für Besucher. Das Centro wird von den öffentlichen Buslinien 194 und 194A bedient.
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