Manjirón: Kirche, Wasserlandschaft und leichte Wanderungen

Kirche und lokale Geschichte

Manjirón steht für Baugeschichte und eine wassergeprägte Landschaft. Die Pfarrkirche Santiago Apóstol wurde über mudéjarischen Überresten errichtet; ihre heutige Struktur stammt aus dem 15. bis 16. Jahrhundert. Der rechteckige Grundriss mit einem einzigen Schiff und das mudéjarische Spitzbogenportal geben dem Bau ein klares architektonisches Profil.

Museum, Handwerk und Ortsbild

Im 1939 errichteten und restaurierten Waschhaus an der Avenida del Villar befindet sich das Museo de la Piedra. Es dient außerdem als Raum für temporäre Ausstellungen und ist für Menschen mit eingeschränkter Mobilität zugänglich. In der Nähe steht der restaurierte Potro de herrar: Das Bauwerk besteht aus monolithischen Granitstücken sowie ergänzenden Schmiede- und Holzelementen und ist durch ein Dach geschützt. Die Fuente Vieja ist ein alter, mit Stein verkleideter Brunnen in der Nähe des Bachs von Manjirón an der Calle de la Fragua.

Wasser, Dehesa und besondere Bäume

Das Wasser prägt die Natur von Manjirón. Zur Landschaft gehören Steineichenbestände, Wacholder-Dehesas, See-Kiefern, Pyrenäen-Eichen, Eschenbestände, Wiesen, Buschland und zahlreiche Auwald-Bestände, die eine vielfältige Fauna beherbergen. In der Nähe des Ortskerns befindet sich die Encina de las Cercadillas; sie ist seit 2017 als „Árbol Singular de la Comunidad de Madrid“ katalogisiert.

Wanderungen am Stausee

Zwei Routen erschließen unterschiedliche Landschaftsbilder. Die Ruta Embalse de El Villar ist eine 5,5 km lange Rundwanderung mit geringem Schwierigkeitsgrad im Wegenetz Caminos Carpetania und beginnt an der Plaza de la Constitución in Manjirón. Sie führt durch von Zistrosen geprägte Dehesa-Landschaften zum Puentes-Viejas-Stausee, an dem natürliche Felsaussichtspunkte Ausblicke bieten; die Strecke gilt als für alle Altersgruppen geeignet. Eine weitere leichte Etappe ist El Hospitalillo–Manjirón der Senda del Genaro: Die ungefähr 3 km lange und etwa einstündige Wanderung verläuft durch eine Dehesa auf dem Viehtriebweg „De las Eras a Valondo“, vorbei an Steinmauern, Wiesen und alten Steineichenbeständen.

Türme, frühere Treffpunkte und Kunst

Der Torre de Mirabel ergänzt die Landschaft um ein historisches Wehrmotiv. Er ist militärische Architektur aus dem 16. bis 17. Jahrhundert und wird als zylindrischer Turm beziehungsweise Atalaya klassifiziert. 1983 wurde er zum historisch-künstlerischen Denkmal erklärt; aufgrund seiner Merkmale gilt er als Wachposten und Zuflucht für alguaciles mit gewissen Verteidigungsmöglichkeiten. Auf dem Weg von Manjirón zum El-Villar-Stausee liegt der Antiguo Lavadero. Dort wuschen Frauen früher ihre Kleidung, und der Ort diente als Treffpunkt.

Der Wasserbezug erscheint auch in der Kunst. Das Wandbild „Las Aguas“ von Pablo Zabala am Cjón. del Clavel 3 in Manjirón ist ein Werk des Projekts „Paredes que Hablan“. Es zeigt ruhiges und bewegtes Wasser und thematisiert das Verhältnis zwischen dem Menschen und der Kontrolle der Natur sowie den kontrollierten Wasserfluss an der Presa del Villar.

Zur weiteren Ortsauswahl gehört auch Serrada De La Fuente.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Madrid.

Unterkünfte in Manjirón vergleichen

Preise, Verfügbarkeit und Ausstattung für Ihren Reisetermin direkt bei Booking.com prüfen.

Unterkünfte und Angebote ansehenAnzeige · Partnerlink zu Booking.com

Weitere Reiseziele

Weitere Orte unter demselben Reiseziel:

Für Anbieter