La Serna del Monte: Weidelandschaft, Wege und Ortsgeschichte

File:La Serna del Monte town hall.jpg File:La Serna del Monte town hall.jpg Foto: Vanbasten 23 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Zwischen Weidelandschaft und Ortsgeschichte

La Serna del Monte verbindet ländliche Ortsgeschichte mit einer Landschaft aus ausgedehnten Weideflächen, einem einheimischen Eichenwald sowie kleineren Bereichen mit Steineichen und Wacholdern. Zur traditionellen Architektur gehören ländliche Wohnhäuser und Gebäude für Landwirtschaft und Viehzucht. So begegnen Ihnen im Ort und auf den Wegen unterschiedliche Spuren des ländlichen Lebens, ohne dass der Blick auf einzelne Bauwerke und Landschaftsräume voneinander getrennt werden muss.

Für die Anreise ist La Serna del Monte über die A-1, die Autovía del Norte, erreichbar. Bei einer Besichtigung lassen sich historische Gebäude, Plätze und Wege miteinander verbinden. Ein besonderer Bezug zur Landschaftsgeschichte zeigt sich an der Cañada Real Segoviana: Die traditionelle Viehtriebstrecke verläuft von Nordosten nach Süden durch La Serna del Monte.

Kirche, Sonnenuhr und historische Details

Die Iglesia de San Andrés wurde im 17. Jahrhundert errichtet. Von der ursprünglichen Bausubstanz sind nur wenige Teile erhalten, darunter die alte Struktur und der Glockengiebel. Nach einer Renovierung Mitte des 20. Jahrhunderts bewahrt die Kirche die Struktur eines einschiffigen Gebäudes. Im Inneren befindet sich ein Retabel aus dem 18. Jahrhundert mit salomonischen Säulen. Hinzu kommen barocke Skulpturen des heiligen Andreas und der Madonna mit Kind; einige Autoren datieren diese Skulpturen in das 16. bis 17. Jahrhundert.

Vor dem Rathaus steht die restaurierte Piedra de las Veces. Die alte Sonnenuhr diente der Regelung der Bewässerungszeiten der einzelnen Bewohner. Ebenfalls zum historischen Ortsbild gehört ein Brunnen, der noch in Gebrauch ist. Außen besitzt er ein Mauerwerk aus großen Steinen, innen ein halbrundes Gewölbe aus behauenem Stein. Ein weiteres sichtbares Zeichen der lokalen Geschichte ist das Wandgemälde »Mural de la Serna del Monte« von Caín Ferreras, das zwei sich schüttelnde Hände zeigt. Der Händedruck steht dort für die historische Bedeutung des Ortes als Platz für den An- und Verkauf von Vieh und gilt als traditionelles Äquivalent zur Unterzeichnung eines Vertrags.

Markierte Wege und Ausblicke

Die markierte Senda del Mirador führt durch Weideflächen und umfasst einen Tunnel, der wahrscheinlich mit Bunkern aus dem Spanischen Bürgerkrieg verbunden war. Vom Inneren des Tunnels reicht der Blick zum Puerto de La Hiruela, zur Sierra de Puebla, zu den Stauseen von Puentes Viejas und Riosequillo, in die Comarca de La Jara und in das Lozoya-Tal. Eine andere Wegverbindung bietet die Senda de la Dehesilla, die auf einem Rundweg in Richtung der Ermita de Braojos führt.

In La Serna del Monte gibt es außerdem das Naherholungsgebiet Área Recreativa del Arroyo. Besucher können an bestehenden Agrotourismus-Aktivitäten teilnehmen. Auch kulinarische Bezüge sind in die Routenlandschaft eingebunden: Die Route zur Entdeckung des Mittleren Lozoya-Tals umfasst ein gastronomisches Erlebnis in La Serna del Monte. Ergänzend ist der Ort in die Route »Ruta por los relojes de sol« einbezogen, die Navarredonda, Gandullas, La Serna del Monte, Madarcos und Aoslos verbindet.

Weitere Orte in derselben Auswahl: Valdemanco, Navas Del Rey, Alcobendas, Miraflores De La Sierra, Villanueva De La Cañada, Peralejo, Jardín De Serracines, Alcalá De Henares.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Madrid.

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