Roda De Barà: Küste, Kultur und Geschichte

Roda De Barà verbindet Küstenlandschaft mit römischer Geschichte, sakraler Architektur und Spuren früherer Arbeit. Küstenwege, historische Bauwerke und Ortsbilder stehen dabei als unterschiedliche Facetten des Ortes nebeneinander.

Küste und Wege

Zur Platja Llarga gehört das als besonders interessant bezeichnete Dünenökosystem Els Madalers. Die Uferpromenade Passeig Marítim erstreckt sich über mehr als einen Kilometer von der Grenze zu Creixell bis zum Fuß des Hügels von Berà. An beiden Enden gibt es großzügige Pkw-Parkplätze.

Der Camí de Ronda ist ein Spazierweg in einer von Klippen geprägten, privilegierten natürlichen Umgebung. Er verbindet die Platja Llarga mit dem El Roc De Sant Gaietà und verläuft am Südhang des Hügels von Berà; ganzjährig bietet er eine außergewöhnlich schöne Landschaft. In Roda de Berà und Umgebung gibt es außerdem acht ausgeschilderte Wanderrouten. Alle beginnen an der Plaça de la Sardana und sind durch farbige Pfeile markiert. Am Port Esportiu können Boote gemietet und Tauchaktivitäten ausgeübt werden.

Geschichte

Der Arc de Berà ist Teil des monumentalen Ensembles von Tarraco, das im Jahr 2000 von der UNESCO zum Welterbe erklärt wurde. Der Ehrenbogen wurde aufgrund der testamentarischen Verfügung von Luci Licini Sura am Verlauf der antiken Via Augusta errichtet; seine Errichtung wird auf das Ende des 1. Jahrhunderts v. Chr. datiert. Es wird angenommen, dass der Stein für die ursprüngliche Errichtung des Arc de Berà und für spätere Restaurierungen aus der Pedrera de l'Elies stammte.

Kultur und Ortsbilder

Roc de Sant Gaietà ist ein mediterran geprägtes typisches Fischerdorf am Meer in Roda de Berà; sein Bau begann 1964 und wurde 1972 abgeschlossen. Im Museu de la Ràdio Luis del Olmo umfasst die Sammlung mehr als 540 Radioapparate verschiedener Stilrichtungen und Epochen von 1820 bis heute. Hinzu kommen Auszeichnungen, die dem Rundfunkjournalisten im Laufe seiner beruflichen Laufbahn verliehen wurden.

Im Espai Jujol im Centre Cívic de La Roca Foradada sind Fotografien der wichtigsten Werke von Josep M. Jujol in Barcelona, Sant Joan Despí, verschiedenen Gemeinden des Camp de Tarragona und Palma de Mallorca zu sehen. Darunter befinden sich seine Arbeiten in Roda de Berà, an der Capella Mas Carreras und an der Pfarrkirche Sant Bartomeu. Die Capella Mas Carreras wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts neben einem heute verschwundenen Bauernhaus errichtet; der aus Tarragona stammende Architekt arbeitete dort in den 1940er-Jahren.

Die Ermita Mare de Déu de Berà ist eine volkstümliche Kapelle im Renaissancestil aus Mauerwerk und behauenem Stein. Ihr Schiff ist mit einem Tonnengewölbe mit Stichkappen gedeckt. Die Església de Sant Bartomeu besitzt einen 32 Meter hohen Glockenturm.

Landschaft und Handwerk

Die Pedrera de l'Elies ist ein im Freien gelegener Steinbruch mit zwei Abbaufronten, die etwa 50 Meter voneinander entfernt sind. Der größere Bereich umfasst mehr als 6.500 m²; an einem seiner Enden sind die Überreste eines Kalkofens erhalten. Zu den weiteren Spuren historischer Arbeit zählen Els Molins Fariners: Dort liegen die Überreste eines Ensembles aus drei hydraulischen Getreidemühlen, die kaskadenartig am Osthang des Berges dels Molins angeordnet sind. Trotz ihres Ruinenzustands sind die Mauern der drei Becken, die zugehörigen Schächte und das Mühlengebäude der unteren Mühle noch weitgehend erhalten.

Der Mirador Pujol de la Morella liegt auf einem 172 Meter hohen Hügel nördlich des Ortskerns. Neben einem Wassertank am Mirador befindet sich ein kleiner Picknickbereich mit Tischen und Steinbänken.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Tarragona.

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