Montblanc: Mittelalterliche Kultur und Wege
File:Montblanc, Spain, Town View - panoramio.jpg
Foto: Alexander Ardatov via Wikimedia Commons, CC BY 3.0
Montblanc verbindet eine geschichtsträchtige Altstadt mit eindrucksvollen mittelalterlichen Befestigungen. Die historische Altstadt wurde 1947 zum Denkmal- und Kunstensemble erklärt. Zugleich besitzt Montblanc eine der am besten erhaltenen Stadtmaueranlagen Kataloniens: Türme, Tore und mit Zinnen gekrönte Mauern bilden ein geschlossen wirkendes Ensemble mittelalterlicher Architektur. Gerade das Zusammenspiel aus Altstadt und Befestigungsanlage prägt den Charakter des Ortes und macht historische Spuren im Stadtbild sichtbar.
Weitere Reiseziele sind Prenafeta, Renau, El Lligallo Del Gànguil, Els Pallaresos, Poble Nou, Ferran, La Masó und Arbolí.
Kultur und Geschichte
Ein besonderer Termin im kulturellen Kalender ist die Setmana Medieval de Montblanc. Seit 1987 greift das Volksfest die Legende auf, dass Sant Jordi in Montblanc den Drachen tötete. Die Veranstaltung findet um den 23. April herum statt und ist von nationalem touristischem Interesse. Zum Programm gehören ein mittelalterlicher Markt, Vorführungen traditioneller Handwerke, ein Wein- und Cava-Markt, Umzüge, Schauspiele sowie Aufführungen im kleinen Format. Historische Erzählung, Handwerk, Märkte und darstellende Elemente verbinden sich dabei innerhalb desselben Festes.
Auch die Kirche Sant Miquel ist eng mit der politischen Geschichte Kataloniens verbunden. Sie war 1307 und 1370 Sitz der Katalanischen Cortes und beherbergte während des Interregnums außerdem das Parlament von Katalonien. Ihre Geschichte verweist damit auf mehrere politische Versammlungen und auf unterschiedliche Phasen der katalanischen Geschichte.
Eine andere kulturelle Facette zeigt das Museu del Pessebre de Catalunya. Auf drei Ausstellungsebenen präsentiert es Krippenfiguren und Dioramen und vermittelt eine volkstümliche Tradition, die seit Mitte des 18. Jahrhunderts fortbesteht. Stadtmauer, Kirche, Fest und Museum geben Montblanc unterschiedliche historische und kulturelle Ausdrucksformen. Während die Befestigungen und Sant Miquel mit der mittelalterlichen und politischen Vergangenheit verbunden sind, bewahrt das Museum eine volkstümliche Tradition in Ausstellungsform.
Natur
Im Centre d’Interpretació de l’Art Rupestre, kurz CIAR, steht die Felsbildkunst im Mittelpunkt. Das Zentrum ist im ehemaligen Gebäude des neuen Gefängnisses von Montblanc untergebracht. Ein Besuch beginnt mit einer kurzen audiovisuellen Projektion und führt anschließend durch Ausstellungsräume zur Felsbildkunst. Der Rundgang verbindet damit den historischen Ort des Zentrums mit einer Einführung und anschließender Ausstellung.
Die Ausstellung verbindet didaktische Tafeln mit Dioramen, Kopien und lebensgroßen Nachbildungen bemalter Felsunterstände. Die dargestellten Unterstände stammen aus dem weitläufigen Gebiet der muntanyes de Prades. So treffen im CIAR konkrete Ausstellungsformen auf die Landschaft, aus der die gezeigten Motive und Nachbildungen stammen. Tafeln, Dioramen und Kopien ergänzen die lebensgroßen Nachbildungen und machen die verschiedenen Präsentationsformen innerhalb der Ausstellung sichtbar.
Wege
Montblanc liegt außerdem am Fernwanderweg GR® 171. Dieser führt durch den Ort; die offizielle Etappe 7 verläuft zwischen Montblanc und Prades. Eine weitere Möglichkeit ist eine mittelschwere Rundroute mit Start am Fremdenverkehrsamt von Montblanc. Sie führt zunächst durch einen Teil der Stadtmaueranlage und folgt ab dem Portal de Sant Antoni dem GR-175. Damit verbindet die Rundroute einen Abschnitt innerhalb Montblancs mit dem markierten Verlauf des GR-175.
Auf dieser Rundroute liegen das ehemalige Hospital de Santa Magdalena und die Pont Vell. Damit stehen historische Bauwerke und markierte Wege in derselben Routenbeschreibung nebeneinander, während der GR® 171 Montblanc mit der Etappe in Richtung Prades verbindet.
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