Els Pallaresos: Jujol-Architektur und Landschaft im Camp de Tarragona

Zwischen modernistischer Geschichte und Landschaft

Els Pallaresos 1900 ist seit 2020 eine modernistische Veranstaltung zur historischen Nachstellung im Camp de Tarragona. Sie setzt einen kulturellen Akzent, während das küstennahe Vorgebirgsgebirge Els Pallaresos schützt.

Wälder, Garrigue und Trockenfeldbau

Die unbewirtschaftete Hälfte des Gemeindegebiets von Els Pallaresos ist von Kiefernwäldern und Garrigue bedeckt. Zur traditionellen Landwirtschaft im Trockenfeldbau gehören der Anbau von Haselnüssen, Mandeln, Johannisbrot, Oliven und Weinreben. Diese Verbindung aus bewaldeten Flächen und kultivierten Böden gibt dem Gemeindegebiet einen deutlich ländlichen Charakter.

Ein Erholungsbereich für Kinder

Der Parc Infantil de la Font de la Mina ist ein Erholungsbereich für Kinder in Els Pallaresos.

Architektur von Josep M. Jujol

Casa Bofarull ist eine ehemalige Masia, die ab 1914 von Josep M. Jujol umgebaut wurde. Zu ihren prägenden Elementen gehören ein von einem Engel gekrönter Turm und eine Galerie mit arabeskenartigen Bögen. Der historische Ursprung als Masia und die späteren Umbauten gehören damit gleichermaßen zum architektonischen Bild des Gebäudes.

Das ehemalige Rathaus und die ehemaligen Schulen wurden zum heutigen Centre Jujol umgestaltet, um an das Werk des Architekten Josep M. Jujol in Els Pallaresos zu erinnern. Das Centre Jujol trägt dabei ausdrücklich den Namen des Architekten, dessen Werk dort in Erinnerung gehalten wird.

Auch die Pfarrkirche Sant Salvador führt durch mehrere kunstgeschichtliche Ebenen. Sie ist ein barocker Bau im Übergang zum Neoklassizismus und wurde 1796 geweiht. Zwischen 1944 und 1947 arbeitete Josep M. Jujol an der Kirche; dazu gehörten der Tabernakel und die Seitenaltäre mit bemerkenswerter Schmiedearbeit.

Jujols Spuren setzen sich an der Casa Andreu Fortuny fort. Josep M. Jujol gestaltete das Gebäude zwischen 1920 und 1927 sowie erneut im Jahr 1944 um. Im ersten Obergeschoss besitzt die Casa Andreu Fortuny Fenster mit geschwungenen Stürzen und Brüstungen, im Erdgeschoss einen besonderen dreiteiligen Balkon.

In die Fassade der Casa Andreu Fortuny ist außerdem ein Brunnen aus dem Jahr 1863 eingelassen. Zusammen mit den Fenstern, Brüstungen und dem Balkon entsteht ein architektonisches Detailbild, bei dem sich die Gestaltung an verschiedenen Teilen des Gebäudes ablesen lässt.

Wer sich für Jujols Arbeiten interessiert, findet in Els Pallaresos mehrere konkrete Bezugspunkte: Casa Bofarull, das Centre Jujol, Sant Salvador und Casa Andreu Fortuny. Ihre unterschiedlichen Bauaufgaben reichen von der ehemaligen Masia über Rathaus und Schulen bis zur Pfarrkirche und einem Gebäude.

Wanderroute und Laufveranstaltung

Die Wanderroute vom Bahnhof Camp de Tarragona zum Bahnhof Tarragona führt über Els Pallaresos und verläuft auf Wegen und Pfaden zwischen Haselnussfeldern und Wäldern. Auf dem Abschnitt zwischen Els Pallaresos und dem Coll del Mas Roig kann die Orientierung zu Beginn verwirrend sein. Die Ausgabe 2025 der Cursa de la Dona bot außerdem einen 10-km-Lauf, einen 5-km-Lauf und einen angepassten Lauf.

Weitere Orte im selben übergeordneten Gebiet: Vimbodí, Alcover, Prades, Masdenverge, Vallclara, Sant Jaume Dels Domenys, Amposta und El Catllar.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Tarragona.

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