Camós entdecken: Vilauba, Kirchen und Wege
Unterkünfte in Camós
Camós vereint archäologische und kirchliche Zeugnisse mit einem Wasserfall, Bachlandschaften und Wegen durch die Umgebung. Vilauba ist seit 2020 als Kulturgut von nationalem Interesse (BCIN) eingestuft. Die archäologische Stätte Vilauba ist restauriert und für Besuche mit einem ausgeschilderten Rundgang und erklärenden Tafeln vorbereitet. Eine historische Einstufung und die Gestaltung eines Rundgangs bezeichnen zwei verschiedene Ebenen eines Kulturziels.
File:Sant Vicenç de Camós. Interior.jpg
Foto: Josep Maria Viñolas Esteva via Wikimedia Commons, CC BY 4.0
Kultur
An der Südseite der Kirche Santa Maria de Camós sind originale Elemente des romanischen Bauwerks erhalten. Dazu gehören sorgfältig bearbeitete Sandsteinquader und ein doppelt abgeschrägtes Fenster mit einem Rundbogen aus kleinen Keilsteinen. Bei Pflasterarbeiten auf dem Platz der Kirche wurden 2017 ein Fragment der romanischen Apsis, gleichzeitige Bestattungen und eine Struktur mit dem rechteckigen Grundriss eines älteren Gebäudes freigelegt. Der erhöhte Standort der Kirche ermöglicht den Blick in Richtung Banyoles und über die dortige Ebene. Bauornament, Ausgrabungsfunde und der Blick über die Ebene verbinden sich zu einem eng gefassten historischen Schauplatz.
Santa Magdalena de Noves ist eine einschiffige romanische Kirche aus dem späten 11. Jahrhundert. Ihr erhaltener Altaraufsatz stammt aus dem 16. Jahrhundert, ist in Öl auf polychromiertem Walnussholz ausgeführt und besteht aus sechzehn Teilen. Neben der Kirche Sant Vicenç de Camós liegt ein befestigtes Bauernhaus aus dem 13. Jahrhundert. Sein Turm bewahrt zwei Zwillingsfenster mit rundbogigen Arkaden. Kirche, Altaraufsatz und befestigtes Bauernhaus stehen für unterschiedliche Formen überlieferter Bau- und Ausstattungskultur.
Natur
Der Wasserfall Salt Dalmau am Fluss Matamors wird bereits im Jahr 1017 erwähnt. Zu seinem Umfeld gehören eine Quelle, ein blaugrün schimmerndes Becken sowie ansehnliche Exemplare von Eichen, Steineichen, Platanen, Ufergehölzen und Holundern. Der Fels unmittelbar neben dem Wasserfall besteht aus Travertin. Dieser steht mit alten lakustrinen Ablagerungen von Quellen am Fluss Matamors und demselben Grundwassersystem wie der Banyoles-See in Verbindung. Quelle, Becken, Fels und Gehölze treten als unterschiedliche Bestandteile desselben Naturraums hervor.
Erholte Abschnitte des Bachs Matamors weisen Auwald und Tierarten auf, die für diese Lebensräume typisch sind.
Wege und Feste
Der Camí de les Esglésies de Camós verbindet die beiden Kirchen der Gemeinde, Santa Maria und Sant Vicenç. Die Route führt über schattige Wege und Pfade und bietet Panoramablicke auf die Umgebung. Routenverlauf und Wegcharakter beantworten bei der Planung unterschiedliche Fragen: Richtung und Beschaffenheit.
Die Route „Ruta camí de tornada a l’escola“ folgt dem Weg, den Kinder aus Corts in den 1950er-Jahren zur Schule in Camós nahmen. Sie verläuft nahezu parallel zum Flusslauf und führt von der Gorga Blava zum Salt Dalmau.
Das Aplec de Santa Magdalena findet am dritten Samstag im Juli in der Einsiedelei Santa Magdalena statt. Das Festa del Roser, das große Fest von Camós, findet am vierten Maiwochenende statt und wird von den beiden Pfarreien gemeinsam gefeiert.
Weitere Reiseziele: Sant Hilari Sacalm, Ullastret, Ordis, Romanyà d'Empordà, Pontós, La Pera, Cistella, Brunyola
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