Bordils: Riu Ter, Ortskultur und Wege
Unterkünfte in Bordils
Bordils ist eng mit dem Riu Ter und der umgebenden Agrarlandschaft verbunden. Der Riu Ter bildet die Nordgrenze von Bordils; am Ufer bewahrt Ban de Bordils emblematische Pappelplantagen. Flussufer, Pappelplantagen und bewässerte Felder prägen dabei gemeinsam das Bild von Bordils.
Weitere Reiseziele: Pontós, Pardines, La Vall D'en Bas, Llagostera, Sant Miquel de Cladells, Sant Joan Les Fonts, Palau Saverdera und Biure.
Landschaft
Zur Landschaft gehört die Bewässerungszone der Séquia Vinyals. Sie umfasst etwa 804 ha; davon werden 224 ha in Celrà, 305 ha in Bordils, 90 ha in Sant Joan de Mollet, 75 ha in Flaçà und 110 ha in Juià bewässert. Die Ebene umfasst Obstbäume, Getreide, Gemüseanbau, Pappeln und Platanen sowie international anerkannte Baumschulen für Garten- und Zierpflanzen. Landwirtschaftliche Flächen, Baumkulturen und Baumschulen liegen damit innerhalb derselben bewässerten Ebene.
Die Séquia Vinyals ist ein historisches Wasserbau- und Bewässerungssystem. Sie nutzt öffentliche Gewässer des Riu Ter bei Campdorà und umfasst ein Ableitungswehr, einen Hauptkanal, Nebenkanäle, Schleusen, Rohrleitungen, Hebeanlagen und weitere technische Einrichtungen. Landwirtschaftliche Flächen und technische Wasserbauwerke gehören hier zu derselben Landschaft. Das System verbindet den Fluss mit den Kanälen, Schleusen und Anlagen, die zur Bewässerungszone gehören.
Kultur
Die Kirche Sant Esteve de Bordils wurde in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts im spätgotischen Stil mit Renaissance-Details errichtet. Ihr achteckiger Glockenturm besitzt spitzbogige Öffnungen, Wasserspeier und Balustraden; außerdem gehören eine verzierte Fassade und ein dekoriertes Portal zu dem Bau.
An der Westfassade von Sant Esteve de Bordils befindet sich über dem Eingang ein großes Rosettenfenster aus 25 Tafeln. Das Waschhaus an der Carrer Almeda ist eines von zwei öffentlichen, gemeindeeigenen Waschhäusern in Bordils und wurde zuletzt 2007 restauriert. Kirche und Waschhaus bewahren damit unterschiedliche bauliche Spuren der Ortsgeschichte.
Drei Sardanas sind Bordils gewidmet. Das Audioarchiv von Bordils ist ein kollaboratives Audioarchiv, das Erinnerungen zu Orten in Bordils in Audioform sammelt. Für die Skulpturen des Künstlers Leo Alejo ist in Bordils ein Rundgang durch sein Werk vorgesehen. Musik, aufgezeichnete Erinnerungen und Skulpturen bilden dabei verschiedene kulturelle Zugänge zum Ort.
Unterwegs
Die 8,5 km lange Route „Ruta dels arbres monumentals“ führt beim Spaziergang durch die Grünflächen und Wege von Bordils zu 12 emblematischen Bäumen des Gemeindegebiets. Der Weg verbindet damit die inneren Grünflächen des Ortes mit einzelnen markanten Bäumen.
Die 14 km lange, leichte Fahrradroute „De Girona a Bordils (per la passarel·la de Celrà)“ startet in Girona, folgt dem Lauf des Riu Ter bis zur Kirche Sant Esteve de Bordils und führt über den Ter-Fußgängersteg bei Celrà. Bordils ist an die Eisenbahnlinie Barcelona–Portbou angebunden. Die beiden Strecken setzen unterschiedliche Maßstäbe: 8,5 Kilometer beim Baumrundgang stehen 14 Kilometern bei der leichten Fahrradroute gegenüber.
Esskultur
„Menja’t Bordils“ verbindet lokale Bars, Restaurants, Bäckereien und Produkte, die den Ort über seine Esskultur vermitteln. So stehen neben Flusslandschaft, Bewässerung und Baugeschichte auch konkrete kulinarische Orte und Produkte im Mittelpunkt. Bars, Restaurants, Bäckereien und Produkte bilden dabei die verschiedenen Bestandteile dieses lokalen Formats.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Girona.