Avià zwischen Kirchen, Kulturerbe und Landschaft
Unterkünfte in Avià
Kulturerbe im Ortskern und darüber hinaus
Avià verbindet Kirchen, historische Ortsstrukturen und Wege durch eine von Landwirtschaft geprägte Landschaft. Im Hotel d’Entitats an der Plaça Abat Oliba befindet sich eine permanente museografische Ausstellung, die die Entwicklung der Gemeinde von der Vorgeschichte bis zur Gegenwart erklärt. Einen weiteren historischen Bezug markiert die ehemalige Fabrik- und Kolonie La Plana: Sie wird an einem Informationspanel am Kreisverkehr am Ortseingang erläutert; das Freigelände liegt direkt hinter der Brücke und ist leicht zugänglich.
Kirchen mit mittelalterlichen Spuren
Sant Serni de Clarà ist eine einschiffige Barockkirche. Auf dem Türsturz befindet sich die Inschrift „ANY 1630“. Santa Maria d’Avià besitzt einen zweibogigen Glockengiebel; der Zugang an der Südseite besteht aus zwei mit Keilsteinen ausgeführten Rundbögen. Die Errichtung der ersten Kirche Sant Martí d’Avià wird Graf Guifré für die Jahre 879 bis 897 zugeschrieben; am 12. Januar 907 weihte Bischof Nantigís von La Seu d’Urgell sie. Neben der Kirche Sant Vicenç d’Obiols befinden sich mehrere in den Fels gehauene anthropomorphe Gräber aus der Romanik. Als Pfarrkirche gehörte Sant Vicenç d’Obiols seit seinen Ursprüngen zum Benediktinerkloster Santa Maria de Ripoll; Graf Guifré schenkte die Kirche im Jahr 888 dem Kloster. Im historischen Ortskern von Avià ist in der Carrer Portal ein Bogen erhalten, der zu den mittelalterlichen Zugangstoren gehörte.
Routen für Kultur, Bewegung und Landschaft
Die Ruta de les 3 esglésies verbindet die drei ältesten Kirchen von Avià und kann zu Fuß, mit dem Mountainbike oder zu Pferd bewältigt werden. Der markierte Abschnitt folgt im Wesentlichen dem Fernwanderweg GR1 zwischen Obiols und der Riera de Clarà. AviART ist eine orientierende, halburbane Route durch den Ortskern von Avià und das Viertel La Creu; dort können Kunstwerke im öffentlichen Raum betrachtet werden. Auf Aviàs Wasserroute entdecken Besucher Mühlen und weitere Elemente, die zur Vergangenheit der Gemeinde gehören. Bei den Ruinen des Molí de Minoves sind zwei Mühlsteine von La Ferté, eine Schälmühle, ein Brotbackofen, ein Wasserkanal, ein Ablaufschütz und ein Becken erhalten.
Wasser, Natur und bäuerliche Tradition
Der Estany de Graugés ist ein sechs Hektar großer künstlicher See mit einer Tiefe von 2 bis 18 Metern und wird vom Wasser der Riera d’Avià gespeist. Im Naturraum dels Tres Hereus wechseln sich Wälder mit Feldern ab, die hauptsächlich dem Getreideanbau dienen. Der Naturraum umfasst insgesamt 343,46 Hektar; davon liegen 35,96 Hektar im Gemeindegebiet von Avià. Aviàs Erdroute vermittelt die Geschichte eines landwirtschaftlich geprägten Gebiets; laut der Beschreibung besteht dessen landwirtschaftliche Nutzung vom Neolithikum bis in die Gegenwart fort.
Feste im Jahreslauf
Die Festa del Segar i el Batre verbindet praktische Vorführungen traditioneller Erntearbeiten mit einem Handwerksmarkt, einem Fotowettbewerb und einer Präsentation traditioneller Aktivitäten. Die Dansa del segar i el batre ist mit der Festa del Segar i el Batre verbunden und gilt als charakteristisches Element der Feier. Die Festa del Segar i el Batre findet am zweiten Sonntag im Juli statt. Eine längere Verbindung durch die Landschaft bietet die Ruta ramadera: Sie verbindet L’Espunyola, Avià, Olvan und Sagàs auf einer 32 Kilometer langen, in drei Abschnitte gegliederten Strecke, die zu Fuß, zu Pferd oder mit dem Mountainbike zurückgelegt werden kann.
Weitere Ziele im selben übergeordneten Gebiet: Torrelles De Foix, Matadepera, Vallcebre, Sentmenat, Santa Maria de Corcó, El Pont de Vilomara, Castellet i la Gornal und Gallifa.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Barcelona.