San Felices zwischen Ebro-Tal und mediterraner Berglandschaft

File:San Felices, Soria, España, 2021-08-31, DD 02.jpg File:San Felices, Soria, España, 2021-08-31, DD 02.jpg Foto: Diego Delso via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

San Felices liegt in Tierras de Ágreda an der Schnittstelle der autonomen Gemeinschaften Castilla y León, Aragón und La Rioja. Bei San Felices beginnt die Senke des Ebro-Tals. Die Schluchten rund um San Felices entwässern in den Alhama, einen Nebenfluss des Ebro. Diese geografische Lage verbindet den Ort mit einem Landschaftsraum, in dem Tal, Schluchten und Bergformen eng aufeinander treffen.

Natur

Zur ZEC Cigudosa–San Felices gehört San Felices als eine ihrer Gemeinden. Die ZEC ist eine typisch mediterrane Berglandschaft mit steilen Hängen und schmalen Terrassen in einem zerklüfteten, kargen Umfeld. Das LIC Cigudosa–San Felices ist eine subdesertartige Landschaft aus Schluchten und Erosionsrinnen. Entstanden sind diese Formen durch starke Erosion auf weichem, wenig widerstandsfähigem Untergrund. Dadurch zeigt sich die Umgebung nicht als einheitliche Berglandschaft, sondern in deutlich gegliederten Hängen, Rinnen und Terrassen.

Im weiteren regionalen Umfeld liegt der Cañón del Cajo innerhalb des LIC Cigudosa–San Felices. Er ist eine Karstlandschaft mit steilen Kalksteinwänden. El Tosco ist ein markanter Felsvorsprung in der Landschaft von San Felices.

Unterwegs

Der Camino de la Llana führt zum Mirador de La Llana. Von dort aus lässt sich eine Landschaft mit dem Río Alhama, den umliegenden Gebirgszügen sowie Terrassen und Anbauflächen sehen. Der Aussichtspunkt verbindet damit den Blick auf das Flusstal mit den landwirtschaftlich geprägten Flächen und den Bergzügen der Umgebung.

Der PR-SO 85 Sendero del Alhama al Añamaza verläuft zwischen Cigudosa und Dévanos über San Felices und Añavieja. In der näheren Umgebung von San Felices führt dieser Weg an einem Eichenhain mit großen, mehrere Jahrhunderte alten Bäumen vorbei. Der PR-SO 21 ist ein ausgeschilderter Wanderweg innerhalb des LIC Cigudosa–San Felices. Die beiden genannten Wege stehen damit in unterschiedlichen räumlichen Bezügen: Der PR-SO 85 verbindet mehrere Orte, während der PR-SO 21 innerhalb des Landschaftsraums verläuft.

Kultur

Das Castro de San Felices bewahrt Reste einer Befestigungsmauer. An der Südostseite hat die Mauer einen Eingang. Die Mauern des Castro de San Felices wurden aus zwei äußeren, trocken gesetzten Steinmauerschalen errichtet, deren Zwischenraum mit kleineren Materialien verfüllt wurde. An diesem Bau zeigt sich die historische Befestigung sowohl durch die erhaltenen Mauerreste als auch durch ihren zweischaligen Aufbau.

Die Kirche San Felices stammt aus dem späten 13. Jahrhundert. Sie besteht aus zwei breiten, niedrigen Schiffen mit den dazugehörigen Gewölben und enthält zwei platereske Retabel für San Antonio und San José. San Felices weist außerdem eine ländliche Architektur aus flachen Steinplatten auf. So stehen im Ortsbild kirchliche Bauformen und die Verwendung flacher Steinplatten in der ländlichen Architektur nebeneinander.

Feste und Küche

Die wichtigsten Feste von San Felices finden Mitte September zu Ehren des Santo Cristo del Consuelo statt. Dieser Termin gibt der Ortsfeier einen klaren Platz im Jahreskalender und kann bei der zeitlichen Planung eines Besuchs berücksichtigt werden.

In San Felices enthalten die meisten Gerichte saisonales Gemüse sowie Wild und Haus- oder Wildtiere; besonders häufig sind Schnecken. Die Küche verbindet damit pflanzliche Zutaten der jeweiligen Saison mit Fleischgerichten und der häufigen Verwendung von Schnecken.

Weitere Ortsseiten: Torreandaluz, Golmayo, Cabrejas Del Pinar, Alcubilla De Avellaneda, Olvega, Torremocha de Ayllón, Barahona, Ocenilla.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Soria.

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