Arévalo de la Sierra: Natur, Castros und Sierra de Alba
Arévalo de la Sierra liegt in einem Tal am Fuß der Sierra de Alba. Zum Gemeindegebiet gehören 406,4 Hektar der Reserva Natural del Acebal de Garagüeta in der Sierra de Montes Claros; der Río Rulaque bewässert das Gemeindegebiet. Zwischen geschützten Stechpalmenbeständen, historischen Sakralbauten und archäologischen Fundstätten zeigt sich ein Ort mit ungewöhnlich klaren Natur- und Kulturbezügen.
Natur
Der Acebal ist heute der einzige in Garagüeta vorkommende Waldtyp und wird nahezu vollständig von Stechpalmen dominiert. Die Reserva Natural del Acebal de Garagüeta wurde durch das Gesetz 11/2008 vom 9. Dezember ausgewiesen. Die Stechpalme, botanisch Ilex aquifolium, ist in Castilla y León geschützt. Einen Zugang zu diesem Naturthema bildet die Casa del Parque del Acebal de Garagüeta: Sie befindet sich in der ehemaligen Lehrerwohnung von Arévalo de la Sierra, einem dreigeschossigen Gebäude, das kürzlich rekonstruiert wurde. Die Casa del Parque soll als Referenzzentrum für die Stechpalmenbestände dieser Sierras dienen; dafür sind sensorische und audiovisuelle Elemente vorgesehen.
Kultur und Geschichte
Zur Ortsgeschichte gehört die Iglesia de la Asunción, die aus dem 18. bis 19. Jahrhundert stammt. In der Ermita del Santo Cristo befindet sich ein kelchförmiges, kegelstumpfartiges Taufbecken mit drei dekorierten Registern. Das obere Register zeigt verschlungene Stängel, das mittlere Arkaden und Kreuze in den Zwickeln, das untere Andreaskreuze in Feldern. Auch das Ortsbild selbst ist markant: Massive Steinhäuser besitzen sauber behauene Quader an Tür- und Fensterstürzen sowie an den Tür- und Fensterrahmen.
Südöstlich des Ortes liegt der Castro de El Castellar, auch El Castillo genannt, zwischen Arévalo de la Sierra und Ventosa de la Sierra. Die Siedlung wird in das 4. bis 2. Jahrhundert v. Chr. datiert und gilt als der größte der in der Provinz untersuchten Castros. Die markierte Ruta de los Castros verläuft zwischen Castilfrío de la Sierra und Gallinero und führt außerdem zu den archäologischen Fundstätten in Ventosa und Arévalo de la Sierra. Für das Fest Santo Cristo de los Remedios reicht der Zeitraum vom 12. bis 14. September.
Wege und Ziele
Im Acebal de Garagüeta ist vormittags ein geführter Spaziergang durch die Weidelandschaft möglich; dafür gilt die Telefonnummer 975 18 01 67. Der Rundweg SO10 – Senda del Acebal führt durch den Acebal und umfasst La Choza del Vaquero, die Sestiles und steinige Geröllfelder. An der Senda del Acebal steht außerdem die Ermita del Cristo de los Remedios aus dem späten 18. Jahrhundert; die Senda führt zum Acebal de Garagüeta hinauf.
Die Ruta de los Castros Célticos del Norte Soriano ist 26,2 Kilometer lang, die geschätzte Dauer beträgt sieben Stunden. Diese Streckenlänge und der angegebene Zeitrahmen geben für die Tour einen deutlich längeren zeitlichen Umfang vor als ein vormittäglicher geführter Spaziergang.
Lage und Anreise
Die N-122 gehört zu den wichtigsten Zufahrtsstraßen nach Arévalo de la Sierra. Zusätzlich wird der Ort von einem öffentlichen Verkehrsdienst der Junta de Castilla y León bedient, für den eine Reservierung erforderlich ist. Wer diesen Dienst nutzt, sollte die Reservierung als festen Teil der Anreiseplanung berücksichtigen.
Weitere Orte
Zum weiteren Ortsnetz gehören Soria, Quintanas De Gormaz, Arenillas, Tardelcuende, Cubo De La Solana, Borobia, Duruelo De La Sierra und Casillas De Berlanga.
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