Almarza: Kirchen, Feste und Wanderwege
Kirchen, Häuser und historische Bauwerke
Almarza verbindet Sakralarchitektur mit einem traditionellen Ortsbild. Die Pfarrkirche Santa Lucía ist ein gotisches Beispiel der sorianischen Sakralarchitektur. Ihre ältesten Teile stammen aus dem 13. Jahrhundert; im 16. und 18. Jahrhundert wurde die Kirche erweitert und verbessert. Traditionelle Häuser mit weiß gekalkten Wänden prägen das Ortsbild. An Ecken, Öffnungen und Türstürzen sind sie durch behauene Quadersteine verstärkt.
Zu den religiösen Bauwerken gehören außerdem zwei sehr unterschiedliche Einsiedeleien. Die Ermita de la Soledad trägt außerdem den Namen Ermita de la Inmaculada Concepción und hat einen oktogonalen Grundriss. Die Ermita de los Santos Nuevos aus dem 16. Jahrhundert wird gemeinsam von Almarza und San Andrés de Soria genutzt und trägt die Wappen der Markgrafen von Zafra. Einen weiteren historischen Bezug bildet die Casa Palacio de la Familia Montenegro. Sie ist heute in eine Aula de la Naturaleza des Colegio madrileño Virgen de Europa umgewandelt.
Wandern auf benannten Strecken
Für aktive Tage bietet Almarza mehrere klar unterscheidbare Wegbezüge. Der Sendero Ibérico Soriano, kurz GR-86, verläuft in zwei Etappen durch den Ort: Die Strecke von Santa Cruz de Yanguas nach Almarza ist 21 Kilometer lang, die Etappe von Almarza nach Valdeavellano de Tera misst 11 Kilometer. Durch das Gemeindegebiet verlaufen außerdem die Cañada Real Oriental Soriana und weitere Viehwege, die Möglichkeiten zum Wandern bieten. Die Cañada Real Oriental Soriana gilt als 800 Kilometer lange Viehtrift, die bis in die Provinz Sevilla reicht. Wandern und Mountainbike-Touren gehören in Almarza zu den häufig ausgeübten Aktivitäten.
Feste zwischen Brauchtum und Jahreskalender
Besonders eigenständig ist die Tradition von El Traslado del Arca. Das Fest wird am 6. Januar gefeiert und findet seit dem Jahr 1329 statt. Das Arca wird in geraden Jahren in San Andrés und in ungeraden Jahren in Almarza aufbewahrt. Am 6. Januar begeben sich die Teilnehmenden gegen 13.30 Uhr zum Grenzpunkt Canto Gordo an der Straße zwischen Almarza und San Andrés de Soria, etwa auf halber Strecke. Auch die Prozession der Freudenfeuer gehört zum örtlichen Brauchtum: Sie führt über einen Weg, an dem die Feuer entzündet werden, sobald sich die Prozession nähert.
Weitere feste Termine ergänzen das kulturelle Leben. Am letzten Sonntag im Juli findet in Almarza ein traditioneller Markt mit Lebensmitteln und handwerklichen Erzeugnissen statt. Zum Programm gehören Live-Handwerksvorführungen, Ausstellungen alter Gegenstände und Darbietungen. Im Herbst finden außerdem mykologische Tage in Almarza statt.
Orientierung vor Ort und Naturbezug
Das Centro Comarcal de Recepción de Visitantes „Serranía Norte Soriana“ ist eine touristische Informationsstelle für die Umgebung und befindet sich seit 2008 im ehemaligen Rathaus von Almarza. Dort gibt es ein interaktives Modell, auf dem die kulturellen und natürlichen Ressourcen der Umgebung verortet sind. Die Sierra de Urbión ist als besonderes Vogelschutzgebiet ausgewiesen.
Almarza ist über die N-111 zwischen Soria und Logroño erreichbar. Von hier aus können Sie auch die Seiten zu Tera und Matute De La Sierra aufrufen.
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