Zamarramala: Pilgerwege, Feste und sakrale Orte

File:Zamarramala sat.jpg File:Zamarramala sat.jpg Foto: Arturo Francisco Barbero via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Feste, Prozessionen und lokale Bräuche

Zamarramala zeigt sich über Feste, Pilgerwege, sakrale Kunst und Spuren in der Landschaft. Zu den Bräuchen des Ortes gehören Veranstaltungen mit genau benannten Terminen und Formen. Das Fest Santa Águeda findet am Wochenende nach dem 5. Februar statt und wurde zum Fest von nationalem touristischem Interesse erklärt. An diesem Tag regieren die Frauen von Zamarramala traditionell den Ort. Zum Fest Santa Águeda gehört außerdem die traditionelle tajada de chorizo, eine in Wein gekochte Chorizo-Portion.

Ein weiterer fester Termin ist das jährlich am 22. Juli in Zamarramala stattfindende Fest Santa María Magdalena. Es umfasst eine Prozession zu Ehren der Heiligen. Um den 13. Juni findet in Zamarramala die San-Antonio-Prozession mit einem aus Früchten und Süßigkeiten gebildeten Bogen statt. La Ofrenda findet in Zamarramala seit alters her am ersten Septemberwochenende statt und umfasst nach der Erntezeit die Darbringung der Ernteerzeugnisse. Die Bräuche reichen damit von Prozessionen über einen festlich gestalteten Bogen bis zur Darbringung von Ernteerzeugnissen.

Pilgerwege und Prozessionen

Zamarramala ist Teil des Camino de Santiago de Madrid. Im Ort steht die Pilgerherberge Fuente del Pájaro. Die Pilgerherberge Fuente del Pájaro steht ausschließlich Personen offen, die den Camino de Santiago oder den Camino de San Frutos gehen. Für die Übernachtung ist der offizielle Pilgerausweis erforderlich. Der religiöse Ortsbezug zeigt sich hier in einem benannten Weg und in einer Herberge mit klar festgelegtem Nutzerkreis.

Der Camino de San Frutos verläuft mit seiner ursprünglichen Route und einer alternativen Route durch Zamarramala. Die alternative Route umfasst einen 58,2 km langen Abschnitt, der nicht mit der Hauptroute übereinstimmt. Eine weitere Prozession führt vom Barrio de Zamarramala zur Iglesia de la Vera Cruz: Die Prozession des Santo Entierro wird von den Rittern des Malteserordens begleitet. So gehören sowohl ein Wegverlauf als auch ein Prozessionsweg mit benannten Ausgangs- und Zielpunkten zum Ortsbild.

Sakrale Kunst und Spuren am Weg

Die Iglesia de Santa María Magdalena bewahrt Wandmalereien aus dem 15. Jahrhundert. Die Darstellungen zeigen die Verkündigung und die Anbetung der Heiligen Drei Könige. Die Iglesia de Santa María Magdalena beherbergt außerdem ein Lignum Crucis, eine Reliquie des Kreuzes Christi. Innerhalb der Kirche stehen damit mittelalterliche Bildmotive neben einem ausdrücklich benannten religiösen Objekt.

Am Barranco del arroyo de la Pellejera befindet sich eine archäologische Fundstätte. Zwei Steinreihen führen von einer erhöhten Plattform zum Bachlauf hinab. Neben dem Weg am Barranco del arroyo de la Pellejera liegt eine Kreuzgravur auf einem dreieckigen Sockel mit einer Seitenlänge von 40 cm.

Aussicht und Erinnerungsort

Zamarramala bietet einzigartige Ausblicke auf Segovia. An der Ermita de San Roque erinnert eine Gedenktafel an Robert Gillon und gibt seinen Lobesspruch über die Aussicht wieder.

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