Valleruela de Pedraza zwischen Geologie und Festtradition

Valleruela de Pedraza verbindet eine auffällige geologische Landschaft mit Festen, in denen Prozessionen, Tänze und traditionelle Trachten eine sichtbare Rolle spielen. Die Landschaft von Tejadilla, geologische Haltepunkte und die örtlichen Feste setzen dabei unterschiedliche Schwerpunkte. Im höchstgelegenen Teil von Valleruela de Pedraza liegt die Pfarrkirche San Cristóbal.

Geologische Formen rund um Valleruela de Pedraza

Im Cretácico de la Matilla zeigen sich hervorragende Aufschlüsse der detritischen Serien der Oberkreide. Der Bereich ist von Pedraza oder Sepúlveda aus leicht zugänglich und weist zahlreiche stratigrafisch-sedimentologische Beobachtungspunkte auf. Damit richtet sich der Blick nicht nur auf die Formen der Landschaft, sondern auch auf die geologischen Schichten und ihre sedimentologischen Merkmale.

Der Geotourismus-Halt Cárcavas de Orejana y las valleruelas liegt zwischen dem Molino del Pontón in Orejana und Valleruela de Pedraza an der SG-P-2322 bei den Kilometern 13 und 14. Am Halt sind vielfarbige kieselige Sande, sedimentäre Strukturen und zementierte Sandkugeln zu sehen, die örtlich als „pítoles“ bezeichnet sind.

Tejadilla und die Gänsegeier

Im Ortsteil Tejadilla prägt ein ehemaliger Steinbruch für kieselige Sande die Landschaft. Weißgraue, gelbe, rote und braune Farbtöne sowie ein deutlich von Erosion geprägtes Erscheinungsbild bestimmen die Wände und Flächen dieses ehemaligen Abbaubereichs. An den Wänden des ehemaligen Steinbruchs lassen sich Gänsegeier in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten. So verbindet Tejadilla farbige Gesteinsbilder mit einem konkreten Naturbezug.

Feste mit Musik, Bewegung und Tracht

Das Patronatsfest Nuestra Señora del Amparo findet am zweiten Septemberwochenende statt. Zum Fest gehören eine Prozession und Tänze vor der Jungfrau. Ein weiterer fester Termin ist das Fest San Cristóbal, das am 10. Juli stattfindet. Beide Anlässe verankern religiöse Feiern im Jahreslauf von Valleruela de Pedraza, ohne dass dafür ein einheitlicher Festcharakter vorausgesetzt werden muss.

Besonders anschaulich ist die Kleidung der Danzantes von Valleruela de Pedraza: Sie tragen mit Federn geschmückte Kopfbedeckungen, rosa Röcke oder Unterröcke und weiße Hemden. Auf dem Rücken befindet sich ein Seidenbandarrangement, während verschiedene Bänder den Unterarm schmücken. Die Danzantas führen bei den örtlichen Festen ebenfalls Paloteo-Tänze in traditioneller segovianischer Tracht auf. Tracht und Tanz gehören damit zu den klar erkennbaren kulturellen Merkmalen des Ortes.

Eremitage Nuestra Señora del Amparo

Die Eremitage Nuestra Señora del Amparo befindet sich außerhalb von Valleruela de Pedraza und ist die Schutzpatronin des Ortes. Das Marienbild in der Eremitage besteht aus polychromem Holz; in einer Hand hält es das Jesuskind und in der anderen einen Apfel. Im Rahmen des Festes Nuestra Señora del Amparo führt ein Kreuzweg zur Eremitage Nuestra Señora del Amparo. Der religiöse Ort steht dadurch sowohl mit dem Bildnis als auch mit dem Festkalender des Ortes in Verbindung.

Weitere Orte innerhalb des übergeordneten Ortsbereichs: Navafría, Urueñas, Valle De Tabladillo, Tolocirio, Carbonero El Mayor, Castillejo De Mesleón, Tanarro und Migueláñez.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Segovia.

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