Anaya: Río Moros, Sakralbauten und lokale Überlieferungen

File:Ayuntamiento de Anaya.jpg File:Ayuntamiento de Anaya.jpg Foto: Rodelar via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Wanderroute am Río Moros

Anaya ist dort besonders greifbar, wo die Wanderroute Río Moros–Valle de los Fresnos auf Flusslandschaft, Sakralbauten und lokale Überlieferungen trifft. Die Route ist insgesamt 40,09 Kilometer lang und verläuft über festen Untergrund und Asphalt. Sie ist linear und hat einen geringen Schwierigkeitsgrad, abgesehen von ihrer Länge. Bei Kilometer 4,9 hat die Route in Anaya einen Zugang über die SG-V-3143. Länge, Untergrund und Verlauf geben dieser Wanderung einen klaren eigenen Charakter. Für die Planung eines Wandertages zählen daher sowohl die lineare Streckenführung als auch die Gesamtlänge der Route.

Flusslandschaft und Ermita

Am Puente Oñez in Anaya verbindet die Landschaft am Río Moros einen hundertjährigen Baumbestand mit Kiefernwäldern. Im umfriedeten Bereich der Ermita de Ntra. Sra. de Oñez befindet sich eine Quelle mit Quellwasser. So stehen am Fluss nicht nur die Wegstrecke, sondern auch gewachsene Landschaft und ein religiöser Ort im Mittelpunkt.

Die Ermita de Ntra. Sra. de Oñez

Die Ermita de Ntra. de Oñez ist ein Mudéjar-Bauwerk aus dem 18. Jahrhundert und besitzt einen einschiffigen Grundriss. Sie liegt 1.400 Meter von Anaya entfernt am rechten Ufer des Río Moros, nahe der CL-605. Ihre Lage verbindet die Kapelle räumlich mit dem Flusslauf und ordnet sie zugleich klar dem Umfeld von Anaya zu.

Sakrale Details und Überlieferungen

Zur sakralen Geschichte des Ortes gehört außerdem die Pfarrkirche Iglesia de Santiago Apóstol. Sie ist Santiago Apóstol geweiht und wurde in der Barockzeit errichtet; ihr Glockengiebel ist älter. Der Hauptaltar umfasst Reliefs des heiligen Jakobus zu Pferd, der Evangelisten, der Kirchenväter und der Verkündigung. Damit begegnen in Anaya unterschiedliche Bau- und Ausstattungselemente innerhalb der örtlichen Kirchenlandschaft.

Mehrere Legenden, die der Überlieferung nach in Anaya spielten, sind in zwei von Ignacio Sanz zusammengestellten Bänden „Leyendas Segovianas“ gesammelt. Herausgegeben wurden die Bände von der Obra Social de Caja Segovia; übermittelt wurden die Legenden seinerzeit von Einwohnern dieser Orte. Die Erzählungen ergänzen die sichtbaren Bauwerke um eine mündlich weitergegebene Ebene der Ortsgeschichte.

Santa Águeda: Feier mit Klang und Gebäck

Bei einer traditionellen Feier zu Ehren der Santa Águeda kamen Einwohner und Besucher zu geplanten Aktivitäten zusammen. Das Bildnis der Santa Águeda wurde unter Begleitung von Dulzaina und Tamboril durch den Ort getragen. Zur Feier gehörten außerdem Bollo und Limonade, die den Einwohnern angeboten wurden. Musik, Prozession und gemeinsames Essen beschreiben dabei konkrete Bestandteile dieser örtlichen Tradition, ohne sie von ihrem festlichen Anlass zu lösen.

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