San Martín Del Castañar – Geschichte, Natur und Wein
San Martín del Castañar wurde durch das Königliche Dekret 3233/1982 vom 12. November 1982 zum historisch-künstlerischen Ensemble erklärt. Sein Ortsbild ist von traditioneller Architektur geprägt: Wegen der begrenzten Baufläche wurden die Gebäude in die Höhe gebaut. Weit auskragende Dächer verengen die Straßen und schützen die Hauswände vor den starken Regenfällen.
Kultur und Ortsbild
Die Kirche San Martín de Tours entstand zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert und wurde 1981 als Bien de Interés Cultural unter Schutz gestellt. Im Inneren und an der Außenanlage verbinden sich ein barockes Altarretabel, eine Mudéjar-Kassettendecke, ionische Säulen und ein Portikus zu einem vielschichtigen historischen Bauwerk.
An der Römerstraße liegt die Ermita del Humilladero mit sechs spätgotischen Pfeilern von achteckigem Querschnitt. Der Portalón gehört zu einem Platz, der von den alten Schulen, einem Mesón, einer Taverne, dem früheren Bischofspalast und Privathäusern begrenzt wird. Zugleich ermöglichte das Portalón dem Rat von San Martín, die auf dem Platz stattfindenden Veranstaltungen und Feste bequem zu verfolgen. Die Plaza de Toros gilt als zweitälteste Stierkampfarena Spaniens, nach der Plaza de Toros de El Castañar in Béjar (Salamanca).
Historische Wege
Ein Aussichtspunkt im Burgturm bietet den Blick über die Sierras de Béjar und Francia sowie über den Ortskern von San Martín del Castañar. Die Römische Brücke ist mit der Römerstraße verbunden, die zum Parque Municipal führt. Diese Straße verläuft weiter zur Ermita del Socorro und zur Ermita del Humilladero; entlang der Strecke stehen steinerne Kreuze, die früher für den Kreuzweg verwendet wurden.
Landschaft und Rundweg
Der Rundweg Asentadero–Bosque de los Espejos ist 9,2 Kilometer lang. Er führt durch die Gemeinden San Martín del Castañar, Sequeros und Las Casas del Conde und verläuft im Naturpark Las Batuecas–Sierra de Francia. Unterwegs befinden sich unter anderem die Kunstwerke La Torre de Intercambio, Casa de Árbol y una Aguja, Mochuelos und Puertas Abiertas en el campo. Weglänge und Verlauf benennen dabei zwei unterschiedliche Aspekte einer Route: den Umfang der Strecke und ihre räumliche Ausdehnung über mehrere Gemeinden.
Geschichte und regionale Themen
Die Burg von San Martín del Castañar aus dem 15. Jahrhundert wurde restauriert und in das Interpretationszentrum für das Biosphärenreservat der Sierras de Béjar und Francia umgewandelt. Der Pasadizo de los Porqués vermittelt geologische, floristische und faunistische Besonderheiten der Region zusammen mit lokalen Handwerken, Traditionen und Legenden.
Weintradition
Die Bodega Medieval de San Martín del Castañar bietet in einem Steinkeller aus dem 16. Jahrhundert einen immersiven Rundgang zur Geschichte, Tradition und handwerklichen Herstellung des Weins. Zur Bodega-Medieval-Erfahrung gehört außerdem eine Verkostung von Weinen aus der Rufete-Traube, einer für diese Gegend heimischen und exklusiven Rebsorte.
Weitere Orte: Sobradillo, Anaya De Alba, Tenebrón, La Peña, Valdelamatanza, Fuentes De Oñoro, Cristóbal, Pinedas
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