Sobradillo – Naturpark, Schluchten und Geschichte

File:2010-02-28 12 13 58 Spain-Sobradillo.jpg File:2010-02-28 12 13 58 Spain-Sobradillo.jpg Foto: Hansueli Krapf via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Sobradillo liegt im Naturpark Arribes del Duero. In der Umgebung von Sobradillo bilden die Flüsse Águeda und Duero tiefe Schluchten. Sobradillo teilt entlang des Flusses Águeda eine schroffe Grenze mit Portugal.

Schluchten, Wege und Flugbeobachtungen

Der Camino del Mirador de El Molinillo ist eine sechs Kilometer lange Hin- und Rückroute mit 115 Höhenmetern, die in Sobradillo beginnt. Der Camino del Mirador de El Molinillo bietet weite Ausblicke über die Arribes des Águeda sowie nahe Flugbeobachtungen von Geiern.

In Sobradillo gibt es ein Netz örtlicher Wanderwege, die im Gelände markiert sind. Vom Centro BTT de Sobradillo starten fünf gut ausgeschilderte Routen mit insgesamt etwas mehr als 100 Kilometern Wegstrecke. Die Routen des Centro BTT de Sobradillo verbinden den Ort mit San Felices de los Gallegos, Ahigal de los Aceiteros und La Redonda.

Die Casa del Parque de Arribes del Duero vermittelt in einem Rundgang die Natur- und Flusslandschaft von den Schluchten des Duero und seiner Nebenflüsse bis zur Hochebene. Zur Besichtigung der Casa del Parque de Arribes del Duero gehören Aussichtspunkte auf den Zinnen und ein Vorführraum im Nebengebäude.

In der Umgebung von Sobradillo lassen sich Gänsegeier und Schmutzgeier im Flug beobachten. Der Standort Sagrado Corazón de Jesús am Sierro de la Horca gehört mit 696 Metern über dem Meeresspiegel zu den höchsten Punkten Sobradillos und bietet einen Blick über den Ort.

Spuren von Pilgern und früheren Jahrhunderten

Von der Burg von Sobradillo ist heute nur noch der Bergfried erhalten. Die Pfarrkirche Santiago Apóstol wurde im 16. Jahrhundert errichtet und in den beiden folgenden Jahrhunderten erweitert und umgestaltet.

Der Crucero Mayor ist ein spätromanisches Monument des 12. Jahrhunderts, das den Pilgern den richtigen Weg und einen Rastplatz anzeigte. Die Ermita del Cristo de la Cuesta wurde am Ende des 17. oder zu Beginn des 18. Jahrhunderts erbaut. Die Fassade des ehemaligen Krankenhauses beziehungsweise Hospizes in Sobradillo diente Pilgern als Rastplatz.

Sobradillo war vom 12. Jahrhundert bis vor wenigen Jahrzehnten ein Begegnungs- und Durchgangsort für portugiesische Pilger, die über die Vía de la Plata nach Santiago de Compostela unterwegs waren. Santa Marina La Seca war ein franziskanisches Kloster des 16. Jahrhunderts in Sobradillo.

Archäologie, Ortsbereiche und sakrale Kunst

In Sobradillo befindet sich bei Prado Toro am Arroyo Margaz eine neolithische Siedlung. Bei La Comenera in Sobradillo sind Bestattungsreste aus der Römerzeit erhalten.

Das Barrio Judío in Sobradillo ist mit den charakteristischen kleinen Fenstern der dortigen Sobrados verbunden. Das Barrio de los Boiles gehört zu den für Sobradillo typischen Ortsbereichen. In Sobradillo befindet sich ein wertvoller barocker Altaraufsatz aus dem 16. Jahrhundert, der der Virgen del Rosario gewidmet ist.

La Capachera war eine in Sobradillo am Vorabend der Unbefleckten Empfängnis begangene Feier, bei der mit der Olivenernte verwendete Capachos von der Kirchturmspitze geworfen wurden und ein großes Feuer entzündet wurde.

Weitere Orte für Ihre Orientierung: Fuentes De Oñoro, Huerta, Hinojosa De Duero, Cepeda, Pelabravo, Santiago De La Puebla, Pelayos und Valdefuentes De Sangusin.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Salamanca.

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