Cristóbal: Kirchenkunst, Weinberge und Radrouten
File:Parroquia de la Concepción, San Cristóbal de La Laguna, Tenerife, España, 2022-01-07, DD, DD 105-107 HDR.jpg
Foto: Diego Delso via Source, CC BY-SA 4.0
Zwischen Sierra de Béjar und Sierra de Francia
Cristóbal liegt an der Grenze zwischen der Sierra de Béjar und der Sierra de Francia. Die Wälder rund um den Ort bestehen vor allem aus Kastanien- und Eichenbäumen; außerdem kommen Eschen und Steineichen vor. Cristóbal bildet eine Naturreserve, die zahlreichen wildlebenden Arten Schutz bietet und eine artenreiche, weitläufige Flora trägt. Im Fluss Sangusín sowie in Bächen wie dem Valhondo, der Pinosa und den Chorreras ist der Fischotter wieder heimisch.
Radrouten mit unterschiedlichen Profilen
Das Centro BTT Entresierras befindet sich in den ehemaligen Schulgebäuden von Cristóbal und verfügt über Umkleideräume, Duschen und Werkzeuge für kleinere Reparaturen. Außerdem verbindet es Cristóbal mit einem 183 Kilometer langen Radparcours in neun Abschnitten innerhalb der Reserva de la Biosfera Sierras de Béjar y Francia.
Die Ruta BTT Entresierras 1 ist eine etwa 10 Kilometer lange Rundstrecke mit mittlerem Schwierigkeitsgrad. Die anspruchsvolle Ruta BTT Entresierras 2 ist eine etwa 20,5 Kilometer lange Rundstrecke, die in Cristóbal beginnt und endet und durch Weinberge innerhalb der D.O.P. „Sierra de Salamanca“ führt. Ebenfalls anspruchsvoll ist die 32 Kilometer lange Ruta BTT de los Dos Valles. Sie verbindet Cristóbal mit Valdefuentes de Sangusín, San Esteban de la Sierra und Santibáñez de la Sierra und führt durch die Täler des Sangusín und des Alagón.
Kirche, Häuser und Kapellen
Die Pfarrkirche San Martín de Tours enthält Elemente aus verschiedenen Epochen, die meisten davon aus dem 16. und 17. Jahrhundert. In ihrer Hauptkapelle befindet sich eine Mudéjar-Kassettendecke aus dem 16. Jahrhundert. An den Gesimsen sitzen zoomorphe Figuren, die Einheimische als Wölfe deuten. Diese Figuren haben Cristóbal den Beinamen „pueblo de los lobos“ eingebracht.
Auch die traditionellen Häuser erzählen von früheren Lebensformen: Sie weisen zwei Ebenen auf, wobei die untere früher zur Unterbringung von Tieren diente und die obere als Wohnraum genutzt wurde. Am Ortsrand steht die Ermita del Humilladero, die auch den Namen Ermita del Cristo de la Pasión trägt und als bedeutendes Gebäude von Cristóbal gilt. Auf den Wegen rund um den Ort können Spaziergänger Überreste früherer Zivilisationen entdecken.
Feste, Essen und Wein
Das Patronatsfest des Santísimo Cristo findet im September statt und umfasst eine Prozession von der Ermita zur Kirche und zurück. Am 11. November wird das Fest zu Ehren von San Martín de Tours mit einer Messe und einem gemeinsamen Essen der Gemeinde gefeiert; als Hauptgericht gibt es gehacktes oder geschmortes Schweinefleisch. Bei der jährlichen Feier wird außerdem der traditionelle Umhang von Cristóbal mit Vertretern anderer Orte aus der Umgebung ausgetauscht.
Cristóbal bewahrt die Tradition des Lunes de Aguas mit Hornazo am Ostersonntag. Die Hornazos werden mit Freunden und Bekannten im Freien gegessen. Mitte August findet die Fiesta del Emigrante statt; sie wurde für die Zeit eingerichtet, in der viele ausgewanderte Einwohner während der Ferien nach Cristóbal zurückkehren. Der Ort gehört der Asociación Ruta del Vino Sierra de Francia an; die dort geförderten Weine gehören zur D.O.P. Sierra de Salamanca.
Geführte Wege im Frühjahr
Die Ruta Sangusín ist eine der beiden geführten Routen, die im Frühjahr gewöhnlich in Cristóbal stattfinden; anschließend gibt es ein gemeinsames Essen. Die Ruta Cabeza de los Negros ist die längere der beiden für Cristóbal beschriebenen Frühjahrsrouten und beginnt gewöhnlich um 12 Uhr.
Weitere Reiseziele: Masueco, La Alberca, Sobradillo, Aldealengua, Santiago De La Puebla, El Gejo De Los Reyes, Horcajo Medianero, Miranda Del Castañar.
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