Endrinal: Landschaft, Kirchen und historische Wege
File:Endrinal de la Sierra - panoramio.jpg
Foto: FRAN Lopez Riveiros via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Landschaft und Ortsbild
Endrinal bewahrt traditionelle Architektur, die für Entresierras charakteristisch ist. Die Landschaft nördlich von Endrinal umfasst Eichen und Steineichen, während die Landschaft südlich von Endrinal Wiesen und Getreidefelder umfasst. Auf dem Weg nach Endrinal quert man die tertiäre geologische Formation El Lombo; die feuchteren Böden ermöglichen dort Wiesen mit Eschen. So zeigt sich der Ort bereits in seiner baulichen Prägung und in den unterschiedlichen Landschaftsbildern auf beiden Seiten von Endrinal.
Spuren des ländlichen Lebens
Ein kurzer, etwa 100 Meter langer Abstecher nahe Las Pozas führt zur La Chopa de las Huertas, die als markante kastilische Pappel gilt. Etwa 50 Meter vom Ort entfernt befindet sich der hölzerne Potro, der verwendet wurde, um Vieh für Behandlungen und das Beschlagen ruhigzustellen. Am Prao Cabildo trafen sich traditionell die jungen Männer und Kinder des Ortes am Tag des San Blas und am Tag des Hornazo zu einer gemeinsamen Brotzeit. La Chopa, Potro und Prao Cabildo stehen damit jeweils für einen anderen Ausschnitt aus der überlieferten Ortsgeschichte.
Kirchen und Erinnerungsorte
Die Pfarrkirche San Pedro hat drei Schiffe und soll über einem älteren Gebäude errichtet worden sein, das unter der heutigen Sakristei eine Krypta hatte. Die Ermita del Mensegal stammt aus dem 16. Jahrhundert und hat ein einschiffiges Langhaus. In der Ermita del Mensegal wird Santa Isabel und nicht die Jungfrau Maria verehrt.
Stierkampftradition und Museen
Die neben der Ermita de la Virgen de El Mensegal gelegene Stierkampfarena ist seit dem 15. Jahrhundert dokumentiert. Die Arena weist Spuren eines pastoralen Pferchs auf. Die historische Stierkampftradition von Endrinal ist mit der Virgen de El Mensegal, ihrer Ermita und einer Frühlingswallfahrt verbunden. Die Plaza del Herradero neben der Ermita del Humilladero wurde früher zum Kennzeichnen von Rindern genutzt. Im Museo Etnográfico, das in der Casa de la Cultura Tradicional de Endrinal untergebracht ist, werden die üblichen Nutzungen eines traditionellen Wohnhauses gezeigt. In der Nähe der Pfarrkirche San Pedro befindet sich ein Ethnografisches Museum, das landwirtschaftliche Geräte und Werkzeuge aus dem ländlichen Leben bewahrt.
Wanderwege zu den Ollas de la Sapa
Die Route zu den Ollas de la Sapa verläuft auf einem gut ausgeschilderten Wirtschaftsweg, der Teil des GR-181 „Ruta de los Caminos Históricos de Entresierras“ ist. Der mit den Ollas de la Sapa verbundene Abschnitt des GR-181 verläuft parallel zum Lauf des Alagón. Die Route zu den Ollas de la Sapa führt an den Überresten der mittelalterlichen Siedlung Monte Alcaide aus dem 6. bis 8. Jahrhundert n. Chr. vorbei. Die Ollas de la Sapa sind nahezu kugelförmige Vertiefungen in einem felsigen Flussbett. Sie entstanden durch die Erosion harter Gesteinsstücke, die von Wasserwirbeln gedreht wurden.
Wanderetappe und Feste
Die Wanderetappe von Endrinal nach Monleón ist 8,2 Kilometer lang. Sie gilt bis zur Ermita del Mensegal als für alle Personengruppen zugänglich; danach sind einige Abschnitte schwieriger. Die Feste San Juan, San Pedro und Cristo del Humilladero umfassen eine Messe, eine Romería und Stierkampfveranstaltungen in der Plaza del Mensegal. Zu den traditionellen Spielen gehören das Erklimmen einer Kletterstange sowie ein Wettbewerb im Werfen von Schinken und Schulterstück.
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