Miranda del Castañar: Altstadt, Stadtmauer und Rundgänge
File:The historic village center of Miranda del Castanar, Salamanca, Castile and Leon, Spain.jpg
Foto: EinfachFrankfurt1955 via Source, CC BY-SA 4.0
Miranda del Castañar besitzt einen markanten historischen Kern. Die Altstadt ist als Bien de Interés Cultural eingestuft. Von der mittelalterlichen Stadtmauer sind mehr als 600 Meter mit vier intakten Toren erhalten.
Kultur und Geschichte
Zur historischen Architektur gehört die Iglesia Parroquial de Santiago y San Ginés de Arlés mit sechs Altären und ihren Retabeln. Auch das Castillo de Miranda del Castañar ist eng mit der Ortsgeschichte verbunden: Die Errichtung der Burg wird Pedro de Zúñiga zugeschrieben. Der ehemalige Waffenplatz des Castillo wurde später als Stierkampfarena genutzt und gilt als eine der ältesten in Spanien.
In der Alhóndiga befindet sich die Oficina de Turismo von Miranda del Castañar. Sie beherbergt einen Videoguide, einen interaktiven Schreibtisch, Informationstafeln und Materialien zu den Rundgängen durch die Stadt.
Rundgänge
Der Rundgang Miranda Medieval führt über die Plaza Mayor, am Castillo de Miranda del Castañar, an der Stadtmauer mit ihren vier Haupttoren und am Mirador de la Veleta vorbei. Der Aussichtspunkt bietet einen Panoramablick auf Miranda del Castañar als Festungsstadt. Der Rundgang Paseo de Ronda folgt dem historischen Namen für den nächtlichen Kontrollgang der Wache zur Sicherung des Ortes und führt zur Stadtmauer, zu alten Durchgängen zwischen den Häusern und zu den Mauertoren mit Spitzbögen.
Der Wanderweg Monforte de la Sierra–Miranda del Castañar ist 6,30 Kilometer lang und liegt im Naturpark Las Batuecas-Sierra de Francia. Der Camino de los Prodigios ist ein 10 Kilometer langer Rundwanderweg, der Miranda del Castañar und Villanueva del Conde verbindet. Entlang dieses Weges treffen Kunstwerke unter freiem Himmel von Félix Curto, Alfredo Omaña, Marcos Rodríguez und Pablo S. Herrero auf eine natürliche Umgebung aus Flechten, Moos und Bäumen.
Landschaft
Etwas außerhalb von Miranda del Castañar steht die Ermita Virgen de la Cuesta an einem Hang. Sie ist durch die Puerta de Nuestra Señora erreichbar. Das Bauwerk weist eine barocke Architektur und ein Retabel von 1699 auf und bietet Ausblicke über die Sierra de Francia.
Traditionen
Die Procesión de los Candiles ist eine nächtliche Tradition, die durch die Straßen von Miranda del Castañar führt. Im Jahr 2017 wurde sie von der Junta de Castilla y León als Fiesta de Interés Turístico Regional ausgezeichnet. Entlang des Weges werden die Fassaden und Häuser mit Öllampen geschmückt.
Beim Palo-Tanz von Miranda del Castañar schlagen die Jugendlichen Holzstäbe im Rhythmus von Gaita und Tamboril gegeneinander.
Bauformen
Einige Gebäude in Miranda del Castañar ähneln der traditionellen Casa Mirandesa. Bei dieser Bauform bestehen die unteren Geschosse üblicherweise aus behauenen Steinen oder Mauerwerk, während die oberen Geschosse auf grob bearbeiteten Holzpfosten ruhen. Vorspringende Bauteile bilden überdachte Korridore entlang der Straßen.
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