Torre Del Bierzo: Historische Wege und Bergbaukultur

Torre del Bierzo: Die Senda de los Petroglifos ist etwa 4 Kilometer lang; auf ihr können Besucher die Petroglyphen von Las Abarrazas und der Peña del Trigo sehen. Ihre ungefähre Länge und die benannten Fundstellen machen die Route zu einem klar umrissenen Ziel für Kultur- und Wanderinteressen.

Wege und Landschaft

Die Senda de los Fósiles ist ein etwa 5 Kilometer langer Rundweg und führt zur paläontologischen Lagerstätte Mina Boisán. Die Ruta del Castro Las Torcas führt zu einer antiken vorrömischen Siedlung auf einem Felsvorsprung. Rundweg, Lagerstätte und Felsvorsprung stehen für unterschiedliche Wegziele innerhalb der beschriebenen Routen. Routenlänge und Rundwegcharakter beantworten bei der Planung unterschiedliche Fragen: Die eine beschreibt den Umfang, der andere die Wegform.

Der Wanderweg San Facundo–Pozo Las Hoyas–Poibueno–Matavenero verläuft durch das eingeschnittene Tal des Río Rial. Die Route Senderismo de Sofreo–San Andrés de las Puentes wird von der Junta Vecinal von San Andrés de las Puentes organisiert.

Pilgerwege

Die Vía Künig ist ein zwischen 1488 und 1490 von dem deutschen Mönch Hermann Künig dokumentierter Jakobsweg. Zugleich ist sie ein Freilichtmuseum, das Geschichte und Landschaften vermittelt. Die Jahreszahlen 1488 bis 1490 ordnen die Vía Künig historisch ein, während ihre Bezeichnung als Jakobsweg den Pilgerbezug bewahrt.

Der Camino del Manzanal führt über Torre del Bierzo in das Bierzo-Gebiet und weiter über Bembibre und Congosto in Richtung Ponferrada. Er folgt historischen Wegen, die von den Römern und im Mittelalter von Mönchen genutzt wurden, und ist ein Jakobsweg mit spiritueller, denkmalpflegerischer und touristischer Bedeutung.

Kultur und Bergbau

Die Puente Romano über dem Río Tremor stammt aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. Sie wurde als Teil der Via Nova errichtet, die auch unter den Bezeichnungen Geira und Via XVIII des Itinerarium Antonini bekannt ist. Auf der Plaza Mayor von Torre del Bierzo befindet sich im Rathaus das Museo de la Minería. An der Puente Romano verbinden sich Bauzeit, Via Nova und die überlieferten Bezeichnungen Geira und Via XVIII.

Die Bergbausiedlung Albares de la Granja wurde in den 1950er-Jahren mit einem Eisenbahn-Haltepunkt, einem Werksladen, einer Schule, einer Taverne und einem Kinosaal errichtet. Eisenbahn-Haltepunkt, Werksladen, Schule, Taverne und Kinosaal gehören dabei zur vielfältigen Ausstattung dieser Bergbausiedlung.

Weitere Ziele sind Prado de la Guzpeña, Posada De Valdeón, El Valle, Brugos de Fenar, Camponaraya, Borrenes, Cármenes und Vegacerneja.

Einblicke vor Ort

Die Fundación Cultura Minera befindet sich an der Hauptstraße von Torre del Bierzo auf dem Verlauf der früheren Nationalstraße N-VI in einem Gebäude mit Erdgeschoss und drei Obergeschossen. Sie ist dienstags bis sonntags von 10 bis 14 Uhr sowie freitags und samstags zusätzlich von 16 bis 20 Uhr für Besuche geöffnet; montags ist sie geschlossen. Öffnungszeiten und der Montag als Ruhetag bilden zwei getrennte Angaben für die Besuchsplanung.

Die Fundación Cultura Minera verfügt über eine Dauerausstellung, die die Geschichte der Kohle ausgehend von Fossilien und der Klassifizierung der Kohle nach Korngröße verfolgt. Außerdem gibt es einen Sonderbereich zur Gemeinschaft aus Cabo Verde, deren erste Ansiedlung in Torre del Bierzo erfolgte.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: León.

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