Rabanal del Camino: Pilgerweg, Sakralbauten und maragatische Häuser

File:Rabanal del Camino iglesia.jpg File:Rabanal del Camino iglesia.jpg Foto: Cruccone via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 es

Pilgerweg und Liturgie

Rabanal del Camino nimmt am Camino de Santiago eine besondere Stellung ein: Im Codex Calixtinus gilt der Ort als Ende und Beginn einer Etappe. Von Astorga nach Rabanal del Camino sind es 19,640 Kilometer. Der gepflasterte Pilgerweg führt beim Ort hinauf zur Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt und zum Refugio Gaucelmo. In der Gegenrichtung verläuft die Etappe von Rabanal del Camino nach Ponferrada über 32 Kilometer. Der Weg, die Kirche und das Benediktinerkloster San Salvador del Monte Irago verbinden damit mehrere unmittelbar im Ort sichtbare Seiten des Pilgerlebens.

Im Kloster San Salvador del Monte Irago wird Liturgie gefeiert, an der Pilger teilnehmen können. Gegründet wurde das Benediktinerkloster am 2. Februar 2001 in Rabanal del Camino. Für Pilger gehört damit neben dem Verlauf des Camino auch ein religiöser Ort zum Ortsbild, an dem die liturgische Tradition des Jakobswegs gegenwärtig bleibt.

Sakrale Orte

Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt gehörte bis 1287 dem Templerorden. Ihre romanische Apsis stammt aus dem 12. Jahrhundert. In Rabanal del Camino stehen außerdem die Einsiedelei Bendito Cristo de la Vera Cruz aus dem 18. Jahrhundert und die ebenfalls im 18. Jahrhundert erbaute Kapelle San José. In dieser Kapelle befindet sich ein Bild des Apostels Santiago. Kirche, Einsiedelei und Kapelle geben dem Ort eine dichte Folge sakraler Bauwerke und Bildmotive.

Ortsgeschichte und Häuser

Zur Geschichte von Rabanal del Camino gehören auch die Überreste römischer Goldabbauanlagen. Später spielten die Maultiertreiber des Ortes vom letzten Drittel des 17. Jahrhunderts bis zur zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine bedeutende Rolle. Die Casa de las Cuatro Esquinas ist als das Gebäude bekannt, in dem Felipe II. übernachtete. Erhalten ist außerdem das Haus, das früher das Hospital de San Gregorio war. Diese historischen Spuren reichen von der römischen Bergbaugeschichte über den Transport bis zu den Stationen am Pilgerweg.

Typisch für Rabanal del Camino sind maragatische Häuser aus massivem Stein mit rötlicher Färbung. Zusammen mit den Kirchen, Kapellen, dem Kloster und den historischen Häusern prägen sie die bauliche Erscheinung des Ortes. Für kulturgeschichtlich Interessierte stehen dabei Sakralarchitektur, Pilgertradition und maragatische Bauweise gleichberechtigt nebeneinander.

Berge und weiteres regionales Umfeld

Der Pico Teleno ist ein Berg im weiteren regionalen Umfeld von Rabanal del Camino. El Teleno ist ebenfalls ein Berg im weiteren regionalen Umfeld von Rabanal del Camino. Cruz Mayor ist ein Gipfel im weiteren regionalen Umfeld von Rabanal del Camino. Die Bergnamen ergänzen die ortsbezogenen Themen um Landschaftsbezüge, ohne dass sie selbst zum Ortskern gehören.

Im weiteren regionalen Umfeld von Rabanal del Camino liegen außerdem mehrere kulturelle Ziele: Das Museo del Bierzo und das Museo de la Radio sind Museen, das Castillo De Los Templarios ist eine Burg und das Museo del Ferrocarril ein weiteres Museum. Der Parque de Gil y Carrasco „El Plantío“ ist dort ein Park. Für kulturinteressierte Besucher verbindet sich so die Geschichte des Pilgerortes mit Museen, einer Burg und einem Park im weiteren regionalen Umfeld.

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