Oseja de Sajambre zwischen Bergblicken und historischen Wegen

File:Iglesia de Oseja de Sajambre.JPG File:Iglesia de Oseja de Sajambre.JPG Foto: Totemkin via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Historische Wege durch das Tal

Die Senda del Arcediano durchquert das Tal von Sajambre vollständig. Ihr Abschnitt zwischen Oseja und Soto de Sajambre ist 4.895 Meter lang. Die Bezeichnung „vía de Sajambre“ reicht bis ins Jahr 973 zurück. Damit begegnet Ihnen in Oseja ein Weg, der Landschaft und lange Geschichte miteinander verbindet.

Auf der Senda del Arcediano liegt kurz nach dem Verlassen von Oseja in Richtung Pontón ein Erholungsbereich mit Tischen und Kinderspielgeräten. Die Rundroute PR-PNPE 10, Ruta pueblos de Sajambre, ist 10,2 Kilometer lang. Sie beginnt oberhalb von Oseja an der Ermita de San Roque, führt über die Senda del Arcediano in Richtung Soto sowie weiter nach Ribota de Arriba und Ribota de Abajo. Von dort verläuft ein Weg am Fluss Sella entlang, bevor die Route nach Oseja zurückführt. Die Route zeigt die traditionelle Architektur aus Stein und Holz in Sajambre; zu den interessanten Orten zählen Kirchen und Waschhäuser in Oseja und Ribota, die Schulen von Soto de Sajambre sowie der Fluss Sella.

Berge und Blicke auf die Picos de Europa

Oseja de Sajambre ist neben Posada de Valdeón eine der beiden Gemeinden von Kastilien und León, die zum Nationalpark Picos de Europa gehören. Der Pico Jairo bietet einen Panoramablick über das gesamte Tal von Sajambre, den Cordal del Colláu Zorru, Peña Beza, Canto Cabronero sowie die Südhänge der westlichen und zentralen Picos-de-Europa-Massive. Peña Beza liegt nördlich von Soto de Sajambre, erhebt sich über dem Tal und bietet einen guten Blick auf die Picos de Europa.

Der Pico Pozúa, auch Jian genannt, ist ein 1.923 Meter hoher Gipfel der Kantabrischen Kordillere. Der Aufstieg ab der Kurve La Petanera weist etwa 700 Höhenmeter auf. Beim Aufstieg erreicht man eine Wiesenfläche mit weitem Blick nach Norden auf Los Beyos und nach Osten auf die westlichen und zentralen Massive der Picos de Europa.

Architektur, Ortsgeschichte und regionale Lebensweise

Die Route Sajambre tradicional führt durch Oseja de Sajambre und seine Umgebung. Traditionelle Architektur und die Lebensweise der Bevölkerung gehören zu ihren Themen. Außerdem umfasst sie den Besuch der ethnografischen Sammlung La Memoria de Sajambre in einem traditionellen Haus. Interpretierte Führungen durch Oseja de Sajambre umfassen Rundgänge von 2 Kilometern mit Stopps an Hórreos, Waschhäusern und traditionellen Häusern.

Auch einzelne Bauwerke erzählen von Osejas Vergangenheit. Die Ermita de San Roque wurde gegen Beginn des 16. Jahrhunderts errichtet und 1703 auf Kosten der Einwohner von Oseja wiederaufgebaut. Santa María de Oseja entstand ursprünglich als privat gestiftete Kirche im Besitz der Grafen von Flainez. Die Casa del Conde ist ein heute verfallenes Herrenhaus im Viertel Las Cortes von Oseja de Sajambre.

Veranstaltungen und Angebote im Besucherzentrum

Im Besucherzentrum La Fonseya finden den ganzen Sommer über verschiedene Aktivitäten für die lokale Bevölkerung und Besucher des Nationalparks Picos de Europa statt. Dazu gehören geführte Routen, Vorträge, Workshops und Thementage für unterschiedliche Altersgruppen. Die Feria Ganadera de Oseja de Sajambre ist auf den 24. Oktober oder den darauffolgenden Samstag terminiert und umfasst Ausstellungen, Kunsthandwerk, Gastronomie sowie eine Schau des Queso de Beyos.

Für die weitere Reiseplanung: Sahechores, Boñar, San Justo de la Vega, Aralla de Luna, Trabadelo, Riaño, Villaverde de Sandoval und Callejo de Ordás.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: León.

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