Murias de Paredes – Wege, Kulturerbe und Landschaft

File:Murias de Paredes 02 by-dpc.jpg File:Murias de Paredes 02 by-dpc.jpg Foto: David Perez via Wikimedia Commons, CC BY 3.0

Murias de Paredes zeigt seinen Charakter dort, wo Wege, historische Gebäude und eine vielfältige Landschaft zusammenkommen. Eine restaurierte Mühle bewahrt ihre Struktur aus Stein und Schiefer sowie ihre innere Maschinerie; Besucher können dort beobachten, wie früher gemahlen wurde. Der frühere Mahlvorgang wird dadurch an einem erhaltenen Bauwerk anschaulich.

Routen zwischen Quellen und Höhen

Die Route Las Fuentes del Omaña beginnt in Murias de Paredes und verläuft als 17,2 Kilometer lange Rundroute. Sie führt zur Fuente del Miro Viejo, die als Quelle des Flusses Omaña gilt. Entlang der Strecke lassen sich traditionelle Architektur, mittelalterliche Brücken und Einsiedeleien sehen. Damit verbindet die Route Naturbezug mit baulichen Spuren entlang des Weges.

Zwei weitere Routen setzen an La Casona an. Die Route von Murias de Paredes zur Ermita de La Magdalena führt über den Berg Cubichón und erreicht die Überreste der Einsiedelei La Magdalena. Eine andere Route führt von La Casona zur Peña El Cubichón auf 1.516 Metern Höhe. So liegen an den Routen sowohl historische Reste als auch ein klar benanntes Höhenziel.

La Casona und das religiöse Kulturerbe

La Casona de los Condes de Luna wurde Ende des 17. oder Anfang des 18. Jahrhunderts erbaut. Der Überlieferung zufolge diente sie den Grafen von Luna auf ihren Reisen nach Babia als Zwischenstation. La Casona beherbergt das Interpretationszentrum des Biosphärenreservats Valles de Omaña y Luna und bietet einen audiogeführten virtuellen 360-Grad-Rundgang mit Panoramafotografien und immersiven audiovisuellen Inhalten. Für den Besuch des Zentrums ist eine vorherige Terminvereinbarung per Telefon oder E-Mail erforderlich.

In der Kirche San Juan Bautista in Murias de Paredes befindet sich eine zentrale Marienfigur aus der Spätromanik. Die Kirche besitzt außerdem ein restauriertes Retabel mit zwei Körpern und durch salomonische Säulen getrennten Feldern, deren Schäfte mit Traubenornamenten verziert sind. Die mittelalterliche Brücke La Lechería ist aus übereinandergeschichteten Steinen errichtet. Kirche, Brücke und Herrenhaus zeigen historische Details jeweils an konkreten Bauwerken.

Birkenwald und Panoramablick

Das Birkenwaldgebiet Abedulares de Murias de Paredes eignet sich wegen seiner Farb- und Duftvielfalt besonders für Besuche im Spätsommer und Herbst. Eine weitere Route führt zum Antennenstandort am Alto de Las Canalizas auf 1.550 Metern Höhe, wo sich eine der besten Panoramaaussichten der Umgebung bietet. Beide Ziele setzen unterschiedliche landschaftliche Akzente, ohne dass dafür dieselbe Route gewählt werden muss.

Traditionen, Cocido und Camino Olvidado

Jeden Sommer findet in Murias de Paredes die Muestra de Artesanía y Oficios Tradicionales statt, die an traditionelle Lebensweisen erinnert. Für den November sind außerdem die Gastronomischen Tage des Cocido Omañés vorgesehen. Die Gemeinde Murias de Paredes arbeitet derzeit daran, ihren Abschnitt des Camino Olvidado zu beschildern und für die Pilger in gutem Zustand zu halten.

Weitere Ziele: Cofiñal, Las Lamas, Valderrey, San Justo de la Vega, Hospital De Órbigo, Santa Colomba de las Arrimadas, Barjas, Candín.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: León.

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