Candín: Baukultur, Pallozas und Wege in Los Ancares
Candín liegt im Biosphärenreservat Los Ancares und verbindet auf engem Raum regionale Baukultur, Gewässer und historische Spuren. Die Siedlung gliedert sich in den an der Straße gelegenen Bereich Barracón und einen höher gelegenen Bereich. Im höher gelegenen, älteren Teil von Candín steht die Kirche der Virgen de las Angustias. Sie beherbergt ein Bildnis der Virgen de las Angustias, der Schutzpatronin des Ortes.
Stein, Schiefer und Wasser in Candín
Die traditionelle Architektur von Candín basiert hauptsächlich auf Stein und Schiefer. Fumeixín ist eine Gruppe von Mineralquellen in Candín. Die Cascada de Fumeixín ist ein mehrere Meter hoher Wasserfall. Teile des Verlaufs des Ríu Seco bleiben im Sommer trocken. So begegnen sich im Ort feste Elemente der Bauweise und ein Gewässer, dessen Erscheinungsbild sich im Jahreslauf teilweise verändert.
Historische Spuren am Ríu Seco
Am Zusammenfluss von Ríu Seco und Ríu Ancares in Candín belegen zahlreiche „murocas“ den Goldabbau in römischer Zeit. Eine weitere historische Station ist die Ferrería de Tejedo de Ancares: Im August 1788 erteilten die Räte von Tejedo und Pereda de Ancares die Genehmigung zu ihrem Bau. Beide Schauplätze verankern die Geschichte des Ancares-Gebiets in konkreten Orten und Landschaftsmerkmalen.
Von Candín nach Mirandelo und Burbia
Die Route Candín–Mirandelo–Burbia beginnt in Candín und endet in Burbia. Wer am Ríu Seco von Candín aus entlangwandert, kann den Alto del Mirandelo und anschließend das Tal von Burbia erreichen. Im weiteren Umfeld von Candín bietet das Ancares-Gebiet lange Wanderungen und Aufstiege zu den hohen Bergen Miravalles und Cuiña in einer von Gletscherlandschaften geprägten Umgebung. Damit reicht der landschaftliche Rahmen von einer benannten Verbindung zwischen Candín und Burbia bis zu anspruchsvolleren Bergzielen im weiteren Umfeld.
Pallozas, Handwerk und regionale Kultur
In Pereda de Ancares bearbeitet die Artesanía Pumarego Holz von Hand zu Gebrauchsgegenständen, Skulpturen und Möbeln und verwendet dabei traditionelle Werkzeuge. Das ländliche Museum in Pereda de Ancares zeigt das Innere einer authentischen Palloza und den Übergang von der Palloza zum ancaresischen Haus mit Schieferdach. Ebenfalls in Pereda befindet sich eine restaurierte Palloza, die sämtliche Materialien und die bauliche Struktur bewahrt, wie sie ihr letzter Bewohner hinterlassen hat. Balouta bewahrt traditionelle Pallozas mit Strohdächern und typische Hórreos der Ancares-Region.
Feste und praktische Orientierung
Zu den örtlichen Festen in Candín gehört La Cruz im Juni. Ebenfalls zum Festkalender gehört San Lorenzo am 10. August. Für die praktische Orientierung befindet sich in Candín eine Arztpraxis im Rathaus; außerdem gibt es eine Apotheke.
Weitere Ziele zur Erkundung: Benavides de Órbigo, Galleguillos de Campos, Sariegos, Luyego, Orellán, Chana de Somoza, Toral de Merayo und Valderrueda.
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