Santo Domingo de Silos – Romanik, Kloster und Landschaft

Santo Domingo de Silos ist eines der bedeutendsten Zentren der Romanik und des gregorianischen Gesangs. Das kulturelle Profil des Ortes reicht vom Monasterio de Santo Domingo de Silos über die Iglesia de San Pedro de Santo Domingo de Silos bis zu Museen mit historischen, archäologischen und musikalischen Bezügen.

Kultur

Der Kreuzgang des Monasterio de Santo Domingo de Silos hat zwei Arkadengeschosse und umfasst 64 skulptierte Kapitelle. Die klare architektonische Gliederung und der figürliche Kapitellschmuck prägen diesen Teil des Klosters. Die Bibliothek des Monasterio blickt außerdem auf eine mehr als 1.000-jährige Geschichte zurück. Für den Kreuzgang werden die Eintrittskarten unmittelbar vor dem Besuch ausschließlich am Schalter verkauft; eine vorherige Reservierung ist nicht erforderlich.

Die Iglesia de San Pedro de Santo Domingo de Silos ist eine Kirche des 18. Jahrhunderts, die auf den Fundamenten eines früheren romanischen Tempels errichtet wurde. Ihre zentralen und nördlichen Apsiden entstanden zwischen 1295 und 1325 im gotischen Stil. Romanische, gotische und spätere Bauphasen begegnen sich damit an derselben Kirche, ohne dass ihre jeweiligen Zeitstellungen ineinanderfallen.

Das Museo y Botica del Monasterio de Santo Domingo de Silos beherbergt eine bedeutende archäologische Sammlung mit keltiberischen und römischen Stücken. Dort werden außerdem mittelalterliche Dokumente und Kodizes ausgestellt. Schriftzeugnisse, Kodizes und archäologische Objekte verbinden im Museum die mittelalterliche Klostergeschichte mit älteren Epochen der Umgebung.

Das Museo de los sonidos de la tierra erstreckt sich über zwei Etagen und folgt einer Klassifikation der Instrumente in vier großen Familien. Die Ausstellung zeigt Instrumente aus verschiedenen Teilen der Welt, darunter beispielsweise Japan, Bolivien, Madagaskar, Burkina Faso, Togo, die Türkei, Mexiko und Marokko. Mehrere Kontinente und eine systematische Ordnung gehören hier ebenso zum Ausstellungskonzept wie die einzelnen Instrumente.

Routen

Santo Domingo de Silos liegt an den El-Destierro-Routen des Camino del Cid. Das Routennetz umfasst Gravel, Wandern, Radtourismus, BTT beziehungsweise MTB und motorisierte Touren. Im Camino del Cid ist das Monasterio de Santo Domingo de Silos als mit dem Cid verbundenes Wahrzeichen ausgewiesen. Das Conjunto Histórico Artístico de Santo Domingo de Silos ist dort als historisch-künstlerisches Ensemble aufgeführt. Kloster, Ortsensemble und verschiedene Fortbewegungsarten stehen so innerhalb desselben benannten Routenbezugs nebeneinander.

Landschaft

Das Tal von Tabladillo wird von Kalksteinmassiven umgeben, die mit Wacholder, Kermeseichen und Steineichen bedeckt sind. In der Umgebung von Santo Domingo de Silos ermöglichen Brücken und Stege einen 600 Meter langen Spaziergang durch die Schlucht Desfiladero de la Yecla. Kalkstein, immergrüne Gehölze, Brücken und Stege bestimmen dabei die landschaftlichen Motive rund um den Ort.

Weitere Orte

Weitere Orte im gemeinsamen übergeordneten Gebiet sind Hermosilla, Bahabón De Esgueva, Frías, Madrigalejo Del Monte, Rubena, Covarrubias, Cigüenza und Ros.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Burgos.

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