Olmillos de Sasamón: Burg, Kirche und lebendige Geschichte

File:Olmillos de Sasamón, iglesia y castillo.jpg File:Olmillos de Sasamón, iglesia y castillo.jpg Foto: Malopez 21 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Kulturorte mit eigener Geschichte

Olmillos de Sasamón zeigt sich als Reiseziel mit mehreren klaren Bezugspunkten: Das Castillo de Olmillos de Sasamón steht für eine bewegte Bau- und Kriegsgeschichte, die Iglesia de la Asunción für sakrale Architektur und Kunst. Hinzu kommen die Fiesta Celta, eine historische Aufführung, sowie eine Fahrradroute des Jakobswegs und die BTT-Route Los Negrales. Wer Kultur und Bewegung in einer ländlich geprägten Umgebung gedanklich verbinden möchte, findet hier unterschiedliche Themen an einem Ort.

Das Castillo de Olmillos de Sasamón

Das Castillo de Olmillos de Sasamón wurde 1446 auf Wunsch von Pedro de Cartagena errichtet. Am 22. Juli 1812 wurde es während des Spanischen Unabhängigkeitskriegs niedergebrannt. Seine ursprüngliche Bestimmung lag nicht in der Verteidigung: Das Castillo war als Erholungs- oder Ferienpalast und nicht als Verteidigungsbau konzipiert. An mehreren Stellen sind in den Stein gehauene Lilienembleme zu sehen, die mit der Familie Cartagena verbunden sind. Bauauftrag, Brandereignis, Nutzungsidee und Familienzeichen geben dem Bauwerk mehrere historische Ebenen.

Iglesia de la Asunción und sakrale Kunst

Die Iglesia de la Asunción ist eine Pfarrkirche aus dem 16. Jahrhundert mit drei Schiffen und einer polygonalen Hauptkapelle. Die drei gleich hohen Schiffe sind mit reich gegliederten Gewölben in gotischer Tradition bedeckt und werden von sechs kräftigen Säulen getragen. In der Kirche befindet sich außerdem eine unbekannte Sitzfigur der Jungfrau Maria mit dem Jesuskind aus dem 15. Jahrhundert, die aus einer früheren Kirche stammt. Architektur und Figur verbinden damit unterschiedliche Jahrhunderte innerhalb desselben Gotteshauses.

Fiesta Celta im August

Die Fiesta Celta wird seit 2013 jährlich am zweiten Samstag vor den Patronatsfesten von Olmillos de Sasamón gefeiert, die am 14., 15. und 16. August stattfinden. Sie ist eine historische, unterhaltsame und pädagogische Aufführung über die Turmogen und ihren Konflikt mit den römischen Eroberern. Der wiederkehrende Termin und das historische Thema geben dem Fest einen festen Platz im Jahreslauf des Ortes.

Radverbindungen durch die Umgebung

Olmillos de Sasamón liegt an einer Fahrradroute des Jakobswegs. Die BTT-Route Los Negrales führt von Olmillos de Sasamón in östlicher Richtung, quert die N-120 und verläuft zwischen Gärten und landwirtschaftlich genutzten Flächen bis zum Empfangszentrum von Sasamón. Der Verlauf nennt den Ausgangspunkt, den Übergang über die Straße und die Landschaftsflächen, durch die die Route bis zu ihrem Ziel führt. Für eine Reise mit kulturellen Stationen und Radetappen entsteht so ein klarer thematischer Zusammenhang.

Carrecastro und Queso de Burgos

Zur historischen Dimension gehört außerdem die archäologische Stätte Carrecastro, die als römisches Lager gilt. Kulinarisch steht Queso de Burgos für einen typischen Bezug der Provinz: Der Frischkäse ist für die Provinz Burgos typisch und gehört zu den repräsentativsten Käsesorten von Kastilien und León. Zusammen mit Burg, Kirche, Fest und Radrouten ergibt sich ein Ort, dessen Besonderheiten von römischer Geschichte bis zu regionaler Küche reichen.

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