Vadocondes: Brücken, Kirchen und Wege am Duero

Vadocondes wurde am 10. Juli 2008 von der Regierung von Castilla y León als Bien de Interés Cultural in der Kategorie Conjunto Histórico unter Schutz gestellt. Die Puerta Imperial, auch Puerta Nueva genannt, ist ein erhaltener Abschnitt der ehemaligen Stadtmauer von Vadocondes. Die Puerta Nueva wurde 1796 wiederaufgebaut und bewahrt das Wappen der Katholischen Könige.

Kirchen, Kapellen und historische Zeugnisse

Die Puerta de Burgos ist ein Tor aus Stein, dessen Ursprünge bis in den Beginn des 16. Jahrhunderts zurückreichen. Die Kirche Nuestra Señora de la Asunción besitzt einen kürzlich restaurierten Hauptaltar aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Auf dem Altar sind die Himmelfahrt Mariens, der heilige Josef, der heilige Antonius und Ferdinand III. der Heilige dargestellt. Die historische Orgel der Kirche Nuestra Señora de la Asunción in Vadocondes stammt aus dem Jahr 1826 und wurde vom Orgelbauer José Ruiz gefertigt.

Die Kapelle San Cosme y San Damián besitzt einen Altaraufsatz von 1767 des Meisters Manuel de Oria aus Aranda; auf ihm sind die heiligen Cosmas und Damian dargestellt. Die Kapelle des Humilladero wurde in den ersten Jahren des 17. Jahrhunderts von einem Ehepaar aus der Ortschaft errichtet und später der Bruderschaft der Vera Cruz geschenkt. Geführte Besichtigungen vermitteln die Kirche Nuestra Señora de la Asunción, das Pfarrmuseum und die restaurierte Orgel.

Brücken aus verschiedenen Zeiten

Die Puente de Piedra hat mittelalterliche Ursprünge und wird weiterhin von Fahrzeugen auf der Straße BU-930 überquert. Die Puente de Piedra über den Duero hat vier Bögen: zwei größere mittlere aus Kalkstein und zwei kleinere seitliche aus Sandstein. Die Puente de Hierro ist eine Eisenbahnbrücke aus dem späten 19. Jahrhundert mit Pratt-Fachwerk. Entworfen wurde sie von Théophile Seyrig, einem Partner von Gustave Eiffel. Die Puente Seco ist eine steinerne Brücke aus den letzten Jahrhunderten des Mittelalters nahe der ehemaligen römischen Fundstätte Santa Ana und über dem Bach Rebolleda.

Wege am Fluss und durch die Landschaft

Die große Ruta del Duero führt durch Vadocondes und bietet einen Weg am Flussufer, an dem Besucher die einheimische Fauna und die Ufervegetation beobachten können. In der Nähe von Vadocondes verläuft der GR-14-Weg Senda del Duero am Duero entlang, neben einem Erholungsbereich mit Picknicktischen und Grillstellen. Der Sendero de los Valles ist ein kurzer Rundwanderweg, der mit Vadocondes verbunden ist. Damit stehen Wege mit unterschiedlichen Bezügen zum Ort und zum Duero nebeneinander: Die Ruta del Duero führt durch Vadocondes, während der GR-14-Weg in der Nähe des Ortes am Fluss entlang verläuft.

Ortsgeschichte und lokale Tradition

Der Rollo Jurisdiccional von Vadocondes ist gotisch und wurde im 18. Jahrhundert überarbeitet. Ein Rollo Jurisdiccional bezeichnete den Verwaltungsstatus eines Ortes und wurde ausschließlich in Villas errichtet. Eine von Ferdinand IV. ausgestellte Privilegienurkunde aus dem Jahr 1316 gewährte dem Concejo de Vadocondes die Kontrolle über seine eigenen Angelegenheiten. Das Museo Santiago Domínguez wurde in Vadocondes eröffnet und zeigt materielles Kulturerbe, das mit dem aus Vadocondes stammenden Hotelier Santiago Domínguez verbunden ist.

Lechazo al pincho ist eine traditionelle Zubereitung in Vadocondes: Das Lamm wird über der Glut von Rebenholz auf einem langen Eisenspieß gebraten. Vadocondes feiert am letzten Septemberwochenende sein Patronatsfest zu Ehren der heiligen Cosmas und Damian.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Burgos.

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