Fuentelcésped zwischen Bodegas, Dorfkirche und Dehesa

Ortsbild zwischen Keller-Viertel und Baukultur

Fuentelcésped zeigt seine Eigenart an den baulichen Spuren des Ortes: Der Ortskern bildet ein ethnografisch wertvolles Ensemble. Am Ortsrand ergänzt ein Viertel mit Bodegas und Lagares dieses Ortsbild. Das Keller-Viertel umfasste mehr als 75 unterirdische Bodegas, die in den kleinen Hängen angelegt waren. So treffen im Ort der gewachsene Kern, das am Rand gelegene Bodega-Viertel und die in die Hänge eingebetteten Kelleranlagen aufeinander.

Waschhaus, Balkone und sakrale Architektur

Zum historischen Erscheinungsbild gehört das Waschhaus von Fuentelcésped. Es stammt aus dem Jahr 1783, wurde kürzlich restauriert und verfügt über zwei Becken. Mehrere Gebäude besitzen Sonnenterrassen mit Holzbalken und Schutzgittern; außerdem fallen Häuser mit vorspringenden Balkonen auf. Diese Details geben dem Ortsbild unterschiedliche bauliche Akzente, ohne dass sich Fuentelcésped auf ein einziges Motiv reduzieren lässt.

Die Iglesia Parroquial de San Miguel Arcángel ist eine Barockkirche, die im 17. Jahrhundert über einem älteren Kirchenbau errichtet wurde. Ihr Saalgrundriss umfasst drei Schiffe, wobei das Mittelschiff breiter als die beiden Seitenschiffe ist. Zur Ausstattung gehört eine 1753 von Manuel Pascual gebaute Orgel. Zu den in Fuentelcésped genannten Einsiedeleien gehören San Antonio, Santa Bárbara und Virgen de la Nava. Weitere sakrale Bezüge sind ein Rokoko-Retabel und ein sitzendes gotisches Marienbild. Die Ermita de Santa Bárbara stammt aus dem 17. Jahrhundert, während der Humilladero im Jahr 1618 errichtet wurde.

Feste und überlieferte Bräuche

Mitte Juni finden in Fuentelcésped zu Ehren der Virgen de Nava die Patronatsfestlichkeiten statt. Zu ihnen gehört die Darbringung eines ramo de rosquillas. Bei der Romería de los Danzantes tanzen acht Kinder in auffälliger Kleidung und mit fröhlichen Blumenhüten zur Virgen de la Nava. Im Mittelpunkt stehen dabei die „traída“ und „llevada“ der Marienfigur von der Kapelle in die Dorfkirche. Eine weitere örtliche Tradition ist die Mayo-Tradition: Am 3. Mai wird auf dem Platz ein Holzkreuz als Symbol zum Schutz der Ernten aufbewahrt.

La Dehesa zwischen Wald, Weinbergen und Feuchtgebiet

Auch die Landschaft rund um Fuentelcésped ist durch klar benannte Weg- und Naturpunkte geprägt. Der Sendero Interpretativo Audioguiado La Dehesa liegt in Fuentelcésped. Der Sendero Interpretativo Autoguiado La Dehesa führt durch Wacholder- und Steineichenwald, Weinberge und Getreidefelder. An diesem Weg liegt La Nava, ein kleines, kürzlich wiederhergestelltes Feuchtgebiet. Für die Orientierung am Verlauf ist außerdem der ehemalige Bahnhof ein markanter Bezugspunkt: Dort beginnt und endet der Sendero Interpretativo Autoguiado La Dehesa.

Weitere Orte: Valdenoceda, Santa Gadea Del Cid, Lerma, Olmos De Atapuerca, Castrillo Del Val, Bahabón De Esgueva, Padilla De Abajo und Arroyal.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Burgos.

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