Cavia: Kirche, Burg und Route durch die Geschichte

Für Cabia ist ein Schriftstück vom 1. März 899 als dokumentarischer Beleg überliefert. Ein romanisches Taufbecken und die Burg Casa Fuerte de Los Rojas setzen weitere historische Akzente an unterschiedlichen Schauplätzen.

San Pedro Apóstol und mehrere Bauphasen

Die Kirche San Pedro Apóstol wurde ab dem 16. Jahrhundert auf vermutlich mittelalterlichen Fundamenten errichtet. Damit reicht ihre Baugeschichte in eine ältere Schicht zurück, während einzelne Ausstattungsdetails einen eigenen zeitlichen Bezug setzen. Im Kirchenraum befindet sich ein romanisches Taufbecken aus dem 12. Jahrhundert. Es ist mit einer Arkade sowie mit Figuren von zwölf Aposteln und drei Diakonen verziert.

Zur Kirche gehört außerdem ein neoklassizistischer Turm. Fernando González de Lara entwarf ihn; 1783 führte José Cortés del Valle den Entwurf aus. Für kulturinteressierte Reisende entsteht so ein ungewöhnliches Nebeneinander: Romanische Formensprache am Taufbecken und ein Turm aus der neoklassizistischen Bauphase lassen sich derselben Kirche zuordnen.

Die Casa Fuerte de Los Rojas

Die Casa Fuerte de Los Rojas setzt einen anderen Akzent. Die Burg wurde im 15. Jahrhundert über einer älteren Struktur aus dem 13. Jahrhundert errichtet; diese bestand aus einem Turm und einer Wehrmauer. 1949 wurde die Casa Fuerte de Los Rojas zum Bien de Interés Cultural erklärt. An der Burg lassen sich damit ein mittelalterlicher Ursprung und eine spätere Errichtung im 15. Jahrhundert unterscheiden.

Architektonisch verfügt die Burg über einen Turm mit rhombusförmigem Grundriss, Wehrmauern und verstärkende Ecktürme. Hinzu kommen Schießscharten und ein zugemauertes Ajimez-Fenster. Die Kombination aus Grundriss, Mauern und Öffnungen beschreibt eine klar gegliederte Befestigungsanlage. Gerade diese Details geben dem Bauwerk eine konkrete Kontur, wenn Sie die Geschichte von Cavia nicht nur über Jahreszahlen, sondern auch über Formen verfolgen möchten.

Route, Pappel und Wasserreichtum

Die Route del Bajo Arlanzón y de los campos de Muñó setzt neben die Baugeschichte eine Landschaftsperspektive. Sie ist ungefähr 75 Kilometer lang und führt nach Cabia, wo sie die Casa Fuerte de los Rojas hervorhebt. Für eine Reiseplanung, die Straßenverlauf und Kulturgeschichte verbinden möchte, liegt hier ein klar umrissener Ausflugsschwerpunkt.

Ein weiterer konkreter Bezugspunkt liegt im Gebiet Isla in Cabia: Dort steht eine hundertjährige Pappel. Das wasserreiche Gebiet von Cabia ermöglichte außerdem die Einrichtung mehrerer Getreidemühlen. Pappel und Mühlen gehören damit zu zwei verschiedenen Blickwinkeln auf denselben Ort – einmal ein einzelnes Landschaftselement, einmal die Nutzung der vorhandenen Wasserressourcen. Wer zwischen Baugeschichte und Landschaftsbezug wechselt, findet hier eine sachliche Ergänzung zu Kirche und Burg.

Anfahrt von der Hauptstadt

Für die Anfahrt von der Hauptstadt führt der Weg über die Straße nach Valladolid. Nach etwa 15 Kilometern zweigt links die Straße nach Cabia ab.

Als weitere Reiseziele können Sie Guzmán, Hontoria De Valdearados, Fuentelcésped, Miranda De Ebro, Baños de Valdearados, Cozuela, Lerma und Cogollos kennenlernen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Burgos.

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