Carcedo de Burgos: Wälder, Wege und romanische Baugeschichte
Waldlandschaft am Ortsrand
Am Ortsausgang von Carcedo de Burgos in Richtung Modúbar de San Cibrián gelangt man in den Robledal del Berzal, einen Stieleichenwald. Dort steht eine etwa 20 Meter hohe und fünf Meter im Umfang messende hundertjährige Eiche. Manche bezeichnen die Eiche als „El Abuelo“. Der Eichenwald bei Carcedo de Burgos gilt als Überrest der alten Wälder, die einst Burgos umgaben. Höhe, Umfang und Alter der Eiche geben dem Wald ein klar erkennbares Einzelmotiv; seine historische Einordnung reicht zugleich in die frühere Landschaft rund um Burgos zurück.
Wasserstellen und Tierwelt
Zu den Naturorten gehören außerdem die Lagunas de Carcedo. Die natürlichen Wasserbecken wurden 2013 nach der Errichtung von Windkraftanlagen wiederhergestellt. Die Lagunas de Carcedo dienen Steppenarten als Tränke. Neben der Fuente de Balde Olmos wurden Teiche wiederhergestellt, die Amphibienarten Schutz bieten. Die beiden Naturmotive unterscheiden sich damit in ihrer Funktion: Die Lagunas de Carcedo sind für Steppenarten als Tränke bedeutsam, während die Teiche neben der Fuente de Balde Olmos Amphibienarten Schutz bieten. Ein von EDPR unterzeichnetes Sponsoringabkommen mit der Stiftung für Naturerbe von Castilla y León umfasste Verbesserungen im intensiven Jagdgebiet BU-10.601, darunter die Wiederherstellung mehrerer natürlicher Teiche in Carcedo de Burgos.
Sendero zwischen zwei Orten
Der Sendero PR-BU 114 trägt auch die Bezeichnung Sendero de los Andasusos und ist ein Rundweg zwischen Carcedo de Burgos und Modúbar de la Cuesta. Der Rundweg ist etwa 7 km lang und weist einen niedrigen Schwierigkeitsgrad auf. Im Frühherbst können Sie auf dem Sendero de los Andasusos die Botanik sowie die charakteristische Tierwelt, besonders die Vogelwelt, dieser autochthonen Wälder kennenlernen. Länge, Verlauf und Jahreszeit geben dem Weg einen klaren Rahmen für die Naturerfahrung rund um Carcedo de Burgos.
Romanische Baugeschichte in der Kirche
Die Iglesia de San Román Mártir hat ihren Ursprung im 12. Jahrhundert, in der Blütezeit der romanischen Kunst in der Region. Ihr Kirchenraum besitzt ein Mittelschiff und zwei kleine Seitenschiffe. Steinbögen, die auf Halbpfeilern ruhen, trennen diese drei Bereiche voneinander. In der Iglesia de San Román Mártir befinden sich außerdem liturgische Gegenstände aus dem 17. und 18. Jahrhundert. So stehen an diesem Bauwerk der romanische Ursprung, der klar gegliederte Grundriss und die späteren liturgischen Gegenstände aus zwei weiteren Jahrhunderten nebeneinander.
Ruta de la Morcilla
Carcedo de Burgos ist Teil der Ruta de la Morcilla, eines Rundwegs, der durch den Ort führt. Die Route beginnt am Paseo de la Quinta und endet am Paseo de los Pisones in Burgos. Damit gehört Carcedo de Burgos zu einem ausdrücklich über den Ort hinausreichenden Rundweg, dessen Anfang und Ende an zwei benannten Paseos liegen.
Weitere Reiseziele: Puentedura, Olmillos De Sasamón, Quintanilla Riopico, Sedano, Frías, Belorado, Salazar, Montorio
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