Armentia zwischen Kirche und historischen Wegen
File:Iglesia de Armentia (Condado de Treviño).jpg
Foto: Mentxuwiki via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Kirche von Armentia: klare Formen und lange Geschichte
Armentia verbindet eine markante Dorfkirche mit Spuren einer weit zurückreichenden Ortsgeschichte. Die Kirche von Armentia ist der Mariä Himmelfahrt geweiht. An ihrem Bau fällt die rechteckige Apsis auf, die an den Ecken und in der Mitte des Gebäudes von großen Strebepfeilern getragen wird. Der Kirchturm ist schlicht und fünfeckig; er besitzt fünf Öffnungen und zwei Glocken.
Auch im Inneren setzt sich die formale Klarheit fort: Der Hauptaltar der Kirche von Armentia ist neoklassizistisch. Für die historische Einordnung des Ortes bieten die Pfarrbücher einen weiteren konkreten Anhaltspunkt, denn sie beginnen im Jahr 1550. Der Name Armentia erscheint bereits 1025 erstmals im Kartular des Klosters San Millán de la Cogolla. So stehen am selben Ort bauliche Merkmale und schriftlich greifbare Geschichte nebeneinander.
Kirchenportal und Siedlung an alten Verkehrswegen
Das Kirchenportal von Armentia weist einen Rundbogen auf. Es liegt unter einem geschlossenen, gewölbten Vorbau, der heute eingestürzt ist und einen großen gedrückten Bogen aus Quaderstein besitzt. Die Konstruktion bewahrt damit ein deutliches architektonisches Detail, das sich von den schlichten Formen des Kirchturms und den kräftigen Strebepfeilern der Apsis unterscheidet.
Armentia liegt nahe am „Camino real“, einer Straße, die den Landkreis von Westen nach Osten durchquert. Die Siedlungsgeschichte von Ventas de Armentia steht ebenfalls mit diesem Verkehrsweg in Verbindung: Einige Bewohner rückten ihre Häuser näher an den „Camino real“, wodurch der Siedlungsbereich Ventas de Armentia entstand. Früher kreuzten sich außerdem zwei große Routen am Fluss Ayuda auf Höhe des heutigen Ortskerns von Ventas de Armentia.
Armentia an der Verbindung durch den Condado de Treviño
Armentia liegt auf einer Anhöhe. Der Ort liegt an der Straße, die den Condado de Treviño von Süden nach Norden durchquert und über den Puerto de Herrera von La Rioja nach Vitoria führt. Eine der historischen Routen verband die Bordeaux-Astorga-Straße mit dem Tal von Campezo und folgte dabei dem Flusslauf. Die andere führte vom Puerto de Vitoria über den Puerto de Herrera in die Rioja Alavesa.
Ventas de Armentia erhielt im Carlistenkrieg eine große Bedeutung. Zusammen mit der Lage am „Camino real“, den früheren Routen am Fluss Ayuda und den Verbindungen über den Puerto de Herrera ergibt sich ein Ortsbild, dessen Geschichte eng mit Bewegung durch die Landschaft verbunden ist. Die Kirche von Armentia, Ventas de Armentia und die historischen Verkehrswege sind dabei jeweils eigenständige historische Themen.
Route „Condado de Treviño“
Die Route „Condado de Treviño“ umfasst Armentia in ihrer Streckenfolge. Die Route verlässt Ventas de Armentia und erreicht anschließend Saraso.
Weitere Orte in derselben Region
Wenn Sie neben Armentia weitere Orte derselben Region kennenlernen möchten, können Sie von hier aus zu Peñacoba, Fuentelcésped, Covarrubias, Ros, La Cueva De Roa, Población De Arreba, Trespaderne und Hornillos Del Camino weitergehen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Burgos.
Preise, Verfügbarkeit und Ausstattung für Ihren Reisetermin direkt bei Booking.com prüfen.
Unterkünfte und Angebote ansehenAnzeige · Partnerlink zu Booking.com
