Olmedillas: Höhlen, Grenzgeschichte und eine Radroute

File:Cuevas de Olmedillas - panoramio (1).jpg File:Cuevas de Olmedillas - panoramio (1).jpg Foto: José Ibáñez via Wikimedia Commons, CC BY 3.0

Olmedillas liegt als Grenzsiedlung zwischen der Sierra de Pela und der Sierra Ministra. Schon am Ortseingang begegnet Ihnen mit den Cuevas del Harzal, auch „Guarzal“ genannt, ein Ort mit besonderem historischem Profil: Die Höhlen enthalten prähistorische Überreste und dienten 1971 als natürliche Kulisse für den Film „Las Troyanas“. Landschaftliche Lage und Kulturgeschichte stehen hier deshalb unmittelbar nebeneinander.

Höhlen, Kirche und Grenzspuren

Die Cueva Harzal de Olmedillas zählt zu den eneolithischen Höhlenfundstätten im Norden der Provinz Guadalajara. Die Cueva Harzal in Olmedillas zählt zu den eneolithischen Höhlenfundstätten aus der Zeit von 2800 bis 2200 v. Chr. Zugleich ist sie eine der wenigen im Norden der Provinz Guadalajara ausgegrabenen Fundstätten mit andalusischer Chronologie. Damit lassen sich an diesem Ort sehr unterschiedliche historische Zeitschichten ansprechen, ohne dass Olmedillas auf eine einzige Epoche festgelegt werden muss.

Ein weiterer kulturhistorischer Bezugspunkt sind die Cuevas Fortificadas de Olmedillas. Sie gehören zur Kategorie der mittelalterlichen Burgen und Befestigungsanlagen mit militärischen und Wohnfunktionen. Außerdem gibt es in Olmedillas Reste eines möglichen muslimischen Wehrturms. Das Gebiet gehörte zu einer Grenzzone, die Marca Media genannt wurde. Der mögliche Wehrturm und die mittelalterlichen Befestigungsanlagen verweisen damit auf die frühere Bedeutung von Grenzräumen.

Im Ortsbild steht die Pfarrkirche von Olmedillas, die der Purísima Concepción gewidmet ist und romanische Anklänge aufweist. Auch die traditionelle Architektur prägt den Charakter des Ortes: Olmedillas besitzt große, aus Quadersteinen errichtete Häuser und große Türstürze. Ein kleineres, aber präzise datiertes Detail ist das Sgraffito am Haus C/Estrecha 26. Es stammt aus dem Jahr 1921 und weist globuläre, als Wassertropfen beschriebene Motive auf.

Zur lokalen Überlieferung gehört außerdem ein Dokument im Pfarrarchiv. Dort wird eine Bulle aus dem Jahr 1608 aufbewahrt, die der Bruderschaft der Vera-Cruz Ablässe gewährte. Im Jahr 1977 galt für Olmedillas der 28. Oktober als Festtag von San Simón und San Judas. Kirche, Archiv, Festtag und Hausdetails ergänzen die archäologischen Spuren um konkrete Bezüge zur religiösen und dörflichen Geschichte.

Olmedillas auf einer Radroute

Die offizielle BTT- und Radtourismusroute „Ruta 0 – Circular Pedanías“ nähert sich dem Ort von der SO-P-4263. Nach der Kreuzung führt ein Weg links in das Dorf.

Im weiteren Verlauf verlässt die Route Olmedillas am Friedhof und erreicht wieder die GU-128 in südlicher Richtung nach Alboreca. Von Olmedillas führt die Route auf der GU-128 weiter bis zur Pedanía Alcuneza. Für die Reiseplanung ergibt sich damit ein klarer Bezug zwischen den Höhlen am Ortseingang und einer Radverbindung durch das Umland.

Weitere Orte für Ihre Reiseplanung

Weitere Orte für Ihre Reiseplanung sind Campillo De Dueñas, Megina, Saúca, Albares, Peralejos De Las Truchas, Tamajón, Hita und Cogolludo.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Guadalajara.

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