Hita – Stadtmauer, Kultur und Wege am Camino del Cid
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Foto: Emilio J. Rodríguez Posada via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Hita zeigt mittelalterliche Geschichte nicht nur an einzelnen Bauwerken, sondern auch in der Struktur seiner Altstadt. Die Altstadt ist als Bien de Interés Cultural, ein geschütztes Kulturgut von kulturellem Interesse, ausgewiesen. Von der mittelalterlichen Stadtmauer von Hita sind derzeit ein Kilometer, aufgeteilt in fünf Abschnitte, erhalten. Die Puerta de Santa María wurde ab 1441 errichtet und ist ein herausragendes Wahrzeichen der gotischen Militärarchitektur der Stadt. Die Plaza del Arcipreste, auch Plaza Mayor von Hita genannt, war im 15. Jahrhundert der Markt der Stadt und das wichtigste jüdische Viertel von Hita.
Bauwerke und mittelalterliche Festkultur
Zur historischen Architektur gehört die Iglesia de San Juan. Sie wurde im Mudéjar-Stil während des 15. und 16. Jahrhunderts errichtet; ausgenommen ist der herrerianische Turm. Am Fuß der Stadtmauer steht der Palenque de Hita, der 1970 als Schauplatz der Ritterturniere des Festival Medieval de Hita errichtet wurde. Im Palenque werden jedes Jahr Reiterspiele zu Fuß und zu Pferd veranstaltet. Zuvor üben die teilnehmenden Ritter Ringstechen, den Kampf gegen den Estafermo und das Werfen von Wurfspießen auf Ziele oder hölzerne Türmchen. Das Festival Medieval de Hita bietet außerdem Wechselausstellungen, szenisch gestaltete Rundgänge und weitere begleitende Aktivitäten, durch die sich die Geschichte von Hita und seine literarische Bedeutung besser kennenlernen lassen. Am Samstagnachmittag führt bei der Botarga de Hita ein von Musik begleiteter Umzug von der Plaza zum Palenque, wo ein Kampf zwischen Gut und Böse stattfindet. Zum Festival gehören mittelalterliche Mittag- und Abendessen auf dem Hügel.
Literatur, Höhlenhäuser und Weinkeller
Literarische Spuren finden Sie in der Casa-Museo del Arcipreste: Der Raum zum Libro de Buen Amor zeigt Reproduktionen mittelalterlicher Manuskriptseiten sowie mehrere Ausgaben des Werks. Eine besondere bauliche Form sind die als „bodegos“ bezeichneten Höhlenhäuser von Hita. Sie liegen am oberen Rand der Altstadt und sind über Fassaden aus Lehmziegeln oder Stein zugänglich. Unter den Häusern der Altstadt wurden im Mittelalter mehr als hundert Weinkeller angelegt. In Hita befinden sich zudem eine Oficina de Turismo sowie Museumsräume zur Archäologie der Comarca und zur Ethnografie.
Wege durch Hügellandschaft und Geschichte
Lokale Wege starten an der Altstadt von Hita, verlaufen am Fuß des Hügels entlang und führen zu einem Bach, einer Quelle und einer mittelalterlichen Brücke. Vom Gipfel des Hügels von Hita, auf dem einst eine mächtige Burg stand, reicht der Blick über die ausgedehnte Ebene des Henares bis nach Alcalá. Von der Anhöhe bieten sich außerdem Ausblicke auf das Tal; von den Befestigungs- und Turmresten sind nur wenige Überreste erhalten. Der Abschnitt „La algarada de Álvar Fáñez“ des Camino del Cid führt durch das Gebiet von Hita. Der durch das Gebiet führende Camino del Cid kann zu Fuß auf dem mit roten und weißen Markierungen ausgeschilderten Fernwanderweg GR-160 begangen werden. Mehrere dieser Routen verlaufen durch das Gemeindegebiet von Hita.
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