Mondéjar: Renaissance, Wein und Vía Verde
In Mondéjar ist die Iglesia de Santa María Magdalena seit 1931 als historisch-künstlerisches Denkmal ausgewiesen.
Weitere Reiseziele: Brihuega, Pálmaces De Jadraque, Loranca de Tajuña, Alcoroches, Peralejos De Las Truchas, Miedes de Atienza, El Pedregal und Chillarón Del Rey.
Kultur und Geschichte
Die Iglesia de Santa María Magdalena ist ein zu Beginn des 16. Jahrhunderts geschaffenes Bauwerk und zählt zu den frühesten Beispielen der spanischen Renaissance. Sie beherbergt eine exakte Kopie eines Altars aus dem 16. Jahrhundert von Alonso de Covarrubias, ausgeführt von dem aus Granada stammenden Juan Correa de Vivar.
Im oberen Chor der Santa María Magdalena zeigt das Museo Parroquial Mendocino eine Dauerausstellung bedeutender Kunstwerke des 16. Jahrhunderts. Der Besuch des Museums umfasst einen kostenlosen Audioguide über QR-Codes.
Die Cueva de los Judíos ist eine Höhle aus dem 16. Jahrhundert mit zwölf Passionsszenen und 75 lebensgroßen, polychromen Stuckskulpturen, die mehr als 450 Jahre alt sind. Besuche der Cueva de los Judíos werden geführt und dauern 40 Minuten.
Das Convento de San Antonio gilt als eines der ältesten in Spanien bestehenden Bauwerke des plateresken Stils; 1921 wurde es zum Nationaldenkmal erklärt. In den Ruinen des Klosters San Antonio ist das platereske Kirchenportal erhalten, ein Werk des Renaissancearchitekten Lorenzo Vázquez.
Die Ermita de San Sebastián wurde zu Beginn des 16. Jahrhunderts auf Kosten des ersten Marqués de Mondéjar errichtet. Die hundertjährige Stierkampfarena von Mondéjar wurde 1915 unter Verwendung behauener Steine des Convento de San Antonio errichtet.
Das Lavadero del Espinar war früher ein wichtiger Treffpunkt der Frauen des Ortes; sein Waschbereich ist überdacht. Das Lavadero del Pilar wurde restauriert und eignet sich zum Verweilen in der Umgebung sowie zum Lauschen auf das Wasser.
Wege und Landschaft
Mondéjar ist über die Straße CM-2004 erreichbar. Die Vía Verde del Tajuña verbindet Mondéjar mit Ambite. Die 10 Kilometer lange Strecke durch die Landschaft der Alcarria in der Autonomen Gemeinschaft Madrid kann zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden.
Der Abschnitt der Vía Verde del Tajuña zwischen Mondéjar und Ambite umfasst mehrere steinerne Viadukte. Die Vía Verde del Tajuña führt durch einen Eichenwald, in dem eine vielfältige Vogelwelt zu hören ist und eine der drei dort vorkommenden Orchideenarten beobachtet werden kann.
Gastronomie und Wein
Zur lokalen Gastronomie von Mondéjar gehören traditionell zubereitetes Lamm, der berühmte Käse von Mondéjar und lokale Weine, die den Charakter der Alcarria widerspiegeln. Das Produktionsgebiet der D.O. Mondéjar umfasst insgesamt 2.100 Hektar, davon 1.423 Hektar im Gemeindegebiet von Mondéjar.
Feste und Traditionen
Die Festlichkeiten zu Ehren des Santísimo Cristo del Calvario werden vom 13. bis 18. September gefeiert und sind als Fest von regionalem touristischem Interesse anerkannt.
Die Prozession am 13. September führt von der Ermita de San Sebastián zur Iglesia de Santa María Magdalena und beginnt in der Nähe der Kapelle mit einer großen Abfolge von Mörserraketen. Die Tradition der Correpiés, bei der Pyrotechnik über den Boden und durch den Himmel gezogen beziehungsweise abgebrannt wird, wurde 1921 aus Paterna übernommen.
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