Villanueva de Guadamejud zwischen Flusslandschaft und Kulturerbe
Villanueva de Guadamejud liegt in der Alcarria in der Provinz Cuenca. Die Landschaft des Ortes wird vom Fluss Guadamejud geprägt, der dem Ort seinen Namen gibt. Schon die geografische Einordnung verbindet den Ort mit einer Landschaft, deren prägendes Element im eigenen Namen weiterlebt.
Geschichte und markante Bauwerke
Villanueva de Guadamejud wurde auf einer älteren Siedlung beziehungsweise einem früheren Ort gegründet. Zunächst war Villanueva de Guadamejud ein Weiler von Huete, bis Villanueva de Guadamejud 1597 durch Philipp II. von Huete unabhängig wurde. Die Iglesia Parroquial San Pedro Ad Víncula ist ein einschiffiger Bau romanischen Ursprungs. Damit treffen in Villanueva de Guadamejud eine klar datierte historische Entwicklung und ein konkret bestimmtes sakrales Bauwerk aufeinander.
Das Castillo de Ahmed-Hud ist besichtigbar und über die CU-212 erreichbar. Das Castillo de Ahmed-Hud gilt als mittelalterliche Militärburg aus der islamisch-mittelalterlichen Epoche. Zu den Sehenswürdigkeiten von Villanueva de Guadamejud zählen außerdem die Cuevas del Sordillo. Auch die Casa con Escudo de los Valdeolmos zählt zu den Sehenswürdigkeiten von Villanueva de Guadamejud.
Sakrale Architektur und Festtage
Die Ermita de Nuestra Señora de Guadamejud besitzt ein Portal mit drei Bögen und eine prächtige Holzkassettendecke im Presbyterium. Die Ermita de Nuestra Señora de Guadamejud ist ein einschiffiger Bau mit lateinischem Kreuzgrundriss, stark ausgeprägtem Querhaus, kalkbedeckten Wänden und einem Glockengiebel. Portal, Decke, Grundriss, Querhaus, Wände und Glockengiebel geben dem Bau eine Vielzahl klar benennbarer architektonischer Merkmale.
Die jährliche Romería de Nuestra Señora de Guadamejud findet am 8. September statt und wird von Einheimischen und Besuchern besucht. In Villanueva de Guadamejud werden La Candelaria und San Blas am 2. und 3. Februar gefeiert. Die Virgen de la Paloma wird in Villanueva de Guadamejud am 15. August gefeiert. Der Festkalender umfasst damit Termine im Februar, August und September.
In Villanueva de Guadamejud gibt es ein Wandgemälde, das der Redewendung „A pedir con el ramo“ gewidmet ist. Die Redewendung ist mit den Festen San Blas und La Candelaria verbunden. Bei der Tradition „A pedir con el ramo“ gingen die Teilnehmenden von Haus zu Haus, sammelten Obst und Lebensmittel und bereiteten anschließend eine Zurra und eine gemeinsame merienda zu. Das Wandgemälde greift somit eine Tradition auf, deren Ablauf von gemeinschaftlichem Sammeln und anschließendem gemeinsamen Essen geprägt ist.
Weinhöhlen und Routen
Traditionelle Weinhöhlen in Villanueva de Guadamejud gelten als sehenswert. Sie gehören damit zu den konkreten Orten, an denen sich der traditionelle Charakter des Zieles in einer besonderen Bauform zeigt.
Die Route Pueblos Desconocidos endet in Villanueva de Guadamejud. Die lineare Route Areniscas y Yeso verbindet Villanueva de Guadamejud mit Priego. Beide Routennamen eröffnen unterschiedliche räumliche Bezüge: Bei der ersten Route ist Villanueva de Guadamejud der Endpunkt, bei der zweiten Route steht die Verbindung zwischen Villanueva de Guadamejud und Priego im Mittelpunkt.
Weitere Orte zur Orientierung: Jabalera, Vara De Rey, Landete, Zafra De Záncara, Valhermoso de la Fuente, Los Hinojosos, Villar Del Humo und Villar Del Maestre.
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