Jabalera: Cluse, Sierra de Altomira und Santa María la Mayor

File:014553 - Jabalera - Flickr - M.Peinado.jpg File:014553 - Jabalera - Flickr - M.Peinado.jpg Foto: M.Peinado from Alcalá de Henares, España via Wikimedia Commons, CC BY 2.0

Landschaft mit eigener Geologie

Jabalera liegt in einer Landschaft, deren Charakter von den schroffsten und verwinkelsten Reliefs der gesamten Comarca geprägt wird. Die Sierra de Altomira bildet dabei den landschaftlichen Hintergrund. In der Hoz de Jabalera liegt das Antiklinal von Jabalera, etwa zwei Kilometer vom Ort entfernt. Dort gilt die Cluse in der Hoz de Jabalera als eines der besten Beispiele für eine Cluse in Castilla-La Mancha. Die Landschaft erhält dadurch ein Profil, das sich sowohl über die Sierra als auch über die Hoz und ihre geologischen Formen erschließt.

Das Antiklinal von Jabalera ist ein ausgeräumtes Antiklinal. Sein zentraler Teil wurde durch Erosion abgetragen und legt ältere Schichten frei. Das gefaltete Gestein besteht aus Kalkstein. In der Hoz de Jabalera stehen damit Form, Entstehung und Material des Reliefs in einem einzigen Landschaftsbild zusammen.

Zur Cluse und in die Sierra

Der Zugang zur Cluse in der Hoz de Jabalera führt von Jabalera über eine 1,5 km lange, nach Westen verlaufende Piste bis zur Schlucht. Die Piste verläuft neben einem alten Steinbruch und den Ruinen einer Mühle. Wenn Sie sich zur Betrachtung der Cluse den Rändern der Schlucht nähern, besteht dort eine gewisse Gefahr. Bei der Annäherung ist daher Aufmerksamkeit angebracht.

Die Rundroute „Contrastes alcarreños en la Sierra de Altomira“ ist 6,7 km lang und beginnt und endet auf dem Platz von Jabalera. Die Route führt in die als ZEC und ZEPA ausgewiesene Natura-2000-Schutzzone „Sierra de Altomira“; diese umfasst mehr als 20 % der Gemeindefläche. Im regionalen Umfeld von Jabalera steht die Sierra de Altomira im Rahmen des Natura-2000-Netzes unter doppeltem Schutz.

Kirche und architektonische Details

Die Pfarrkirche Santa María la Mayor wurde im 15. Jahrhundert erbaut und im 16. und 17. Jahrhundert um bedeutende Bauelemente ergänzt. An ihrer Südseite befindet sich eine Vorhalle mit gedrückten Bögen auf Säulen mit rundem Schaft und dorischen Kapitellen.

Auch das Innere von Santa María la Mayor ist durch präzise architektonische Details bestimmt. Die Kirche hat drei Schiffe; das Mittelschiff ist mit einem Lunettengewölbe bedeckt. Im zentralen Gewölbe befindet sich ein vierpassförmiges Medaillon aus rotem Jaspis. Schiffsaufteilung, Gewölbeform und das farblich markante Medaillon geben dem Kirchenraum unterschiedliche Bezugspunkte.

Der Rollo de Justicia am Platz

Auf dem Platz gegenüber der Kirche steht der Rollo de Justicia. Er steht auf einem quadratischen Sockel mit drei Stufen und wird von einem Metallkreuz gekrönt. Wegen seiner Seltenheit in der Region ist der Rollo de Justicia ein bürgerliches Element von großem Interesse. Sein Standort gegenüber Santa María la Mayor verbindet den Sakralbau und dieses einzelne bürgerliche Monument unmittelbar im Ortsbild.

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