Villar del Maestre zwischen Orgelkunst und Río Mayor

File:Villar del Maestre 01.jpg File:Villar del Maestre 01.jpg Foto: 19Tarrestnom65 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Villar del Maestre umfasst interessante architektonische Bauwerke und eine Umgebung mit einer fruchtbaren Vega sowie Wäldern aus Portugiesischen Eichen. Im Ort und seinem Umfeld finden sich Sakralarchitektur und unterschiedliche Landschaftsräume.

Orgelkunst und Baugeschichte in San Gil Abad

Die Pfarrkirche San Gil Abad hat drei Schiffe und ein neoklassizistisches Portal. In der Hauptkapelle spannt sich ein Maßwerk-Rippengewölbe, eine Seitenkapelle besitzt ein spätgotisches Kreuzrippengewölbe. An der Außenseite der Südwand ist außerdem eine gotische Inschrift erhalten. Die Orgel der Kirche wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts erbaut. Auf ihrer Bekrönung steht die Jahreszahl 1760, während der Windkasten eine Inschrift mit der Jahreszahl 1809 trägt.

Der größte Teil des Pfeifenwerks verschwand während des Spanischen Bürgerkriegs. Die Restaurierung begann im Januar 2014, nachdem die Orgel fast 80 Jahre außer Betrieb gewesen war. Dabei blieben alle originalen Mechanismen erhalten; ersetzt wurden nur Bereiche, die von Holzwürmern beschädigt oder stark beeinträchtigt waren. Bei der Rekonstruktion der fast 600 Pfeifen wurden erhaltenes Material und zeitgenössische Instrumente aus derselben Region berücksichtigt.

Die Ermita de la Resurrección

Die Ermita de la Resurrección ist aus Bruchsteinmauerwerk errichtet und besitzt einen Glockengiebel mit zwei rundbogigen Öffnungen. Der Bau hat einen rechteckigen Grundriss, ein steinernes Gesims und ein dreiseitiges Dach. Im Inneren wird das Schiff durch einen rundbogigen Triumphbogen geteilt.

Río Mayor und wechselnde Landschaften

Der Flussarm von Villar y Maestre bis Cuevas de Velasco trägt den Namen Río Mayor de Cuevas. Das Tal des Río Mayor ist vor allem landschaftlich bedeutsam; mit abnehmender Höhenlage verändert sich die Vegetation. Im Umfeld von Villar del Maestre wechseln sich landwirtschaftlich genutzte Flächen mit Beständen aus Pinien, Steineichen und Portugiesischen Eichen ab. Entlang des Río Mayor kommen Pappelbestände und Auwald hinzu.

Der Camino Natural del Río Mayor ist ein 63 Kilometer langer Weg. Er führt von den Altos de Cabrejas bis zum Stausee von Buendía und verläuft durch weite Teile der Alcarria conquense. Vom nahe gelegenen Monument Sagrado Corazón bieten sich weite Ausblicke über die Vega des Río Mayor. Das Tal verläuft parallel zur CM-2019. Von Cuenca aus erreichen Sie es über die A-40, die Ausfahrt Huete und anschließend die CM-2019 bis Valdecolmenas de Abajo.

Traditionen und Spuren des Alltags

Der Name Villar del Maestre wird damit erklärt, dass der Generalmeister des Santiagoordens zeitweise dort residierte. Die örtlichen Patronatsfeste zu Ehren von San Gil Abad werden mit dem 1. und 2. September verbunden. Außerdem sind alte Höhlen erhalten, die mit traditionellen Formen der Konservierung und Zubereitung von Lebensmitteln verbunden sind.

Weitere Orte derselben Ebene: Huélamo, Buenache de la Sierra, Casas De Fernando Alonso, Solera De Gabaldón, La Alberca De Záncara, Atalaya Del Cañavate, Motilla Del Palancar und Villarrubio.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Cuenca.

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