Chumillas zwischen Mancha-Landschaft und Flusswegen

Ortsbild und steinerne Geschichte

Chumillas liegt in einer Übergangszone zwischen der Ebene der Mancha und sanften Hügellandschaften, die auf die Nähe des Cabriel hindeuten. Im Ortsbild bewahrt die traditionelle Architektur typische Merkmale der Mancha: schlichte Fassaden und eine überwiegende Verwendung von Mauerwerk. Im Ortskern nimmt die Kirche Nuestra Señora de la Asunción eine zentrale Stellung ein; sie gilt als wichtigstes Kulturerbe von Chumillas.

Kirche, Turm und Festtradition

Als einschiffige romanische Kirche mit Apsis und Espadaña liegt sie am höchsten Punkt des Ortes neben dem Turm. Dort steht auch El Torrejón, ein gotischer Wachturm aus dem 12. oder 13. Jahrhundert, der neben der Kirche errichtet wurde. Die Ermita de San Antonio liegt in der Nähe von Chumillas, ist mit Volksfeiern verbunden und dient an besonderen Terminen als Treffpunkt.

Archäologie und Wege

Eine weitere historische Spur führt nach Ciriyuelos. Die archäologische Fundstätte ist eine spätantike und westgotische Siedlung aus dem 3. bis 7. Jahrhundert; ihre Gebäude wurden aus lokalem Kalkstein in Trockenmauertechnik errichtet. Bislang wurde dort nahezu ein vollständiger Siedlungsblock freigelegt, in dem sich eine Wohneinheit mit einem großen Produktionsbereich befindet. Der Wanderweg PR-CU 52 De Puente a Puente führt an der aus dem 16. Jahrhundert stammenden Puente de Chumillas vorbei.

Wasserlandschaft am Río de la Vega

Nordöstlich von Chumillas am Río de la Vega liegt La Fuente Grande, ein hydraulisches Kulturerbe-Ensemble mit einer als Park gestalteten Einfriedung, einem restaurierten Waschhaus und aktiven Wasserelementen. Das Ensemble liegt am rechten Ufer des Flusses und ist von Chumillas aus über einen 100 m langen Fußweg nach Westen auf einem ländlichen Weg erreichbar.

Flussläufe und weite Agrarblicke

Auch außerhalb des Ortskerns prägen Wege und Flüsse die Landschaft. Ländliche Wege ermöglichen es, das Gemeindegebiet von Chumillas zu durchqueren und dabei weite Ausblicke über die Agrarlandschaft zu genießen. Der 121 km lange Camino Natural am Río Valdemembra folgt dem Fluss vom Ursprung in Chumillas bis nach Valdeganga. Der 36 km lange Camino Natural am Río Gritos folgt dem Fluss, der in Chumillas entspringt und in den Embalse de Alarcón mündet. Entlang des Río Gritos führt der Weg dort in nordöstlicher Richtung über bequeme, unbefestigte Naturwege und bleibt dabei in Kontakt mit der Natur.

Feste, Weinbau und lokale Bräuche

Chumillas zeigt seinen Charakter außerdem in Festen und gemeinschaftlichen Bräuchen. Die Jornadas Rurales haben ihre 13. Ausgabe erreicht und gelten als etablierte Veranstaltung, die Nachhaltigkeit, traditionelle Architektur, Handwerk, Kultur, Beteiligung der Dorfgemeinschaft und gemeinschaftliches Miteinander verbindet. Die Patronatsfeste zu Ehren der Nuestra Señora de la Asunción finden am ersten oder zweiten Augustwochenende statt und dauern drei Tage; auf dem Programm stehen unter anderem Spiele, Theater, Auftritte verschiedener Orchester, Kostüm-Tanz und gemeinsame Mahlzeiten. Historische landwirtschaftliche Gebäude in Chumillas stehen mit der Weinproduktion in Verbindung und spiegeln die historische Bedeutung des Weinbaus in der Region wider. Bei den Caridades de San Pedro und San Juan backen die Frauen des Ortes typische Torten aus Mehl und Anis im Backofen; anschließend wird im ganzen Ort Mehl geworfen.

Weitere Orte auf derselben regionalen Ebene: Atalaya Del Cañavate, Tarancón, Chillarón De Cuenca, Jábaga, Sotorribas, El Peral, Las Majadas, Reíllo

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Cuenca.

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