Buendía zwischen Sandsteinfiguren, Wasserlandschaft und Ortsgeschichte

File:Buendía, 16512, Cuenca, Spain - panoramio.jpg File:Buendía, 16512, Cuenca, Spain - panoramio.jpg Foto: Luis Antonio Carrasc… via Wikimedia Commons, CC BY 3.0

Ortsgeschichte zwischen Stadtmauer und Apotheke

Buendía verbindet markante Zeugnisse seiner Vergangenheit mit einer Landschaft, in der Wege, Felsen und Wasser eng zusammengehören. Die historische Stadtmauer wurde im 15. Jahrhundert errichtet und verfügte über fünf Zugangstore zur Ortschaft. Zur Architektur des Ortes gehört außerdem die Iglesia de Nuestra Señora de la Asunción, eine Kirche aus dem 18. Jahrhundert mit einer Fassade im Herrera-Stil.

Ein weiteres historisches Gebäude ist die Casa Tercia aus dem 16. Jahrhundert. Dort befindet sich das Museo del Carro de Buendía. Seine Ausstellung umfasst mehr als ein Dutzend traditionelle Wagen und Kutschen aus unterschiedlichen Nutzungsarten und Epochen. Einen ungewöhnlich detailreichen Einblick in die lokale Vergangenheit bewahrt La Botica: Die nahezu unveränderte Offizin der Apotheke von Buendía stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts und umfasst etwa 400 Keramikgefäße.

Ruta de las Caras am Embalse de Buendía

Die Ruta de las Caras de Buendía ist ein künstlerischer und naturnaher Weg am Embalse de Buendía. Monumentale Skulpturen und Flachreliefs wurden direkt in Sandstein gemeißelt und begleiten den Weg als besondere Formen am Fels. Der PR-CU46 führt durch die Ruta de las Caras und verläuft auf der Halbinsel des Embalse de Buendía über 14,5 Kilometer.

Für die Orientierung vor Ort ist auch der Zugang zum Beginn der Ruta de las Caras klar beschrieben: Von Buendía aus führt eine vollständig asphaltierte Straße bis zu einem Parkplatz am Anfang des Weges. Anschließend folgt ein einfacher Rundgang von etwas mehr als 2 Kilometern. So lassen sich die Sandsteinfiguren in einem überschaubaren Rundgang erleben, während der PR-CU46 eine längere Wegverbindung über die Halbinsel bildet.

Wasserlandschaft und nicht motorisierte Aktivitäten

Das Embalse de Buendía ist eine weite Wasserlandschaft, die von steilen Felsabbrüchen, Uferwäldern und offenen, im Licht wechselnden Horizonten eingerahmt wird. In dafür zugelassenen Bereichen sind nicht motorisierte Aktivitäten wie Kajakfahren und Kanufahren möglich. Damit stehen am selben Gewässer sowohl die in Sandstein gemeißelten Kunstwerke der Ruta de las Caras als auch ruhige Beobachtungen der Uferlandschaft im Mittelpunkt.

Ermita und Romería

Die Ermita de Nuestra Señora de los Desamparados liegt 11 Kilometer von Buendía entfernt. Sie ist über einen Naturweg ausschließlich zu Fuß erreichbar; der Zugang ist frei und kostenlos. Diese räumliche Verbindung zwischen Ort, Naturweg und Kapelle wird jedes Jahr am zweiten Samstag im Mai durch eine Romería sichtbar: Das Bildnis der Virgen wird von der Ermita de Nuestra Señora de los Desamparados zur Iglesia de Nuestra Señora de la Asunción in Buendía gebracht.

So reicht das öffentliche Bild von Buendía von der Stadtmauer und der Kirche über Wagen, Kutschen und die bewahrte Offizin bis zu Sandsteinreliefs, Wasserwegen und einer jährlich wiederkehrenden religiösen Prozession. Die unterschiedlichen Schauplätze geben der Reiseplanung mehrere konkrete Anknüpfungspunkte, ohne dass die Ortsgeschichte und die Landschaft voneinander getrennt betrachtet werden müssen.

Weitere Ziele: Casasimarro, Tragacete, Uña, Vara De Rey, Villar Del Maestre, Reíllo, El Cañavate und El Provencio.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Cuenca.

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