Almadén entdecken: Bergbaugeschichte und Kultur

Kultur

Das UNESCO-Welterbe „Erbe des Quecksilbers: Almadén und Idrija“ umfasst in Almadén unter anderem die Burg von Retamar, religiöse Gebäude und traditionelle Schächte, die mit der Bergbaugeschichte verbunden sind. Die Burg von Retamar bietet einen natürlichen Aussichtspunkt über Almadén und den Bergbaukomplex. Detaillierte audiovisuelle Systeme zeigen im Centro de Interpretación de la Minería die aufeinanderfolgenden Abbaumethoden, die in verschiedenen Epochen der Mine eingesetzt wurden. Das Präsentationszentrum „Palabra de minero“ widmet sich der Anthropologie und Ethnografie des Lebens im Bergbau. Das Museo del Mercurio umfasst audiovisuelle Darstellungen, Modelle und interaktive Experimente. Dort werden außerdem die Geologie und Paläontologie der Lagerstätte, die Geschichte der Metallurgie, die Rolle des Quecksilbers in der Wissenschaft und sein Transport nach Amerika behandelt. Die erste Etage des Museo Hospital de Mineros de San Rafael vermittelt das lokale Leben Almadéns sowie seine Bräuche, Gesellschaft, Kultur und Traditionen.

Geschichte

Der Parque Minero de Almadén bewahrt das Erbe der ältesten Quecksilberminen der Welt, die von der Antike bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts ununterbrochen ausgebeutet wurden. Die Besichtigung des Untertagebergwerks im Parque Minero beginnt mit der Fahrt in einem echten Förderkorb durch den Schacht San Teodoro bis zur ersten, 50 Meter tief gelegenen Sohle. Im historischen bergbau-metallurgischen Komplex von Almadén können Sie die Hornos de Aludeles oder Bustamante aus dem Jahr 1720 besichtigen. Das Antiguo Castillo beziehungsweise Castillo bewahrt das Zeugnis einer im 12. Jahrhundert während der arabischen Herrschaft errichteten Festung, die zum Schutz des Erzreichtums der Minen diente und „Hins-al-madin“ beziehungsweise „Fuerte de la Mina“ genannt wurde.

Architektur

Die zwischen 1752 und 1765 errichtete Plaza de Toros de Almadén hat einen sechseckigen Grundriss und wird von 24 zweigeschossigen Wohnungen umgeben. Als außergewöhnliches Gebäude des 18. Jahrhunderts wurde die Plaza de Toros de Almadén als Stierkampfarena und Wohnanlage zur Finanzierung des Hospital de Mineros de San Rafael konzipiert. Die Puerta de Carlos IV wurde 1795 während der Regierungszeit von Carlos IV als monumentaler Eingang zum sogenannten Cerco de Buitrones errichtet.

Weitere Reiseziele finden Sie unter Villamayor De Calatrava, Los Cortijos, Horcajo De Los Montes, Villarrubia De Los Ojos, Cinco Casas, Alcázar De San Juan, Llanos Del Caudillo und Alhambra.

Besuch

Die Plaza de Toros de Almadén ist zugänglich und kann das ganze Jahr über besichtigt werden. Das Antiguo Castillo beziehungsweise Castillo kann nach vorheriger Terminvereinbarung über die Oficina de Turismo besichtigt werden. Für die Verbindung von Ciudad Real nach Almadén fährt die Gesellschaft AISA einmal täglich.

Ein Aufenthalt in Almadén lässt sich mit einem Hotel verbinden, während die Entscheidung für die konkrete Unterkunft unabhängig von einzelnen Reiseinhalten bleibt und den persönlichen Vorstellungen bei der Reiseplanung im eigenen Tempo überlassen ist.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ciudad Real.

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