Mahora: Kirche, Wappenroute und Wege am Valdemembra
Mahora verbindet ein markantes historisches Ortsbild mit Wegen am Valdemembra und einer gewachsenen Fest- und Esskultur. Die Pfarrkirche Santa María de la Asunción wurde vermutlich im Laufe des 16. Jahrhunderts unter der Patronage des Marquis von Villena errichtet; sein Wappen erscheint in den Schlusssteinen der Gewölbe. Als Iglesia de la Asunción ist sie als Kulturgut von besonderem Interesse (Bien de Interés Cultural) eingestuft und verbindet gotische, klassizistische sowie barock-rokokohafte Elemente. In ihr befindet sich ein hispano-philippinisches Kruzifix aus Elfenbein aus dem 17. Jahrhundert. Die historische Ortsmitte bewahrt breite Straßen, weiß getünchte Fassaden mit steinernen Portalen und traditionelle Plätze.
Geschichte und Ortsbild
Zu den Häusern im Stadtgebiet von Mahora gehören ehemalige Wohnsitze adliger Familien aus dem 16. bis 18. Jahrhundert mit Wappenschildern an den Fassaden. Das Gebäude an der Plaza de La Mancha 7 war wahrscheinlich ein Lagerhaus für die Erhebung von Abgaben und stammt vermutlich aus dem 16. oder 17. Jahrhundert; heute beherbergt es die Gemeindeverwaltung. In Mahora kann man eine Ortsroute mit mehreren kulturellen Besichtigungen unternehmen. In Mahora gibt es die Route der Wappen (Ruta de los Escudos).
Natur und Wege
Der Camino Natural del Río Valdemembra verläuft auf 121 km von der Quelle in Chumillas in der Provinz Cuenca bis zur Mündung in Mahora in der Provinz Albacete. Für Wanderer und Radfahrer stehen online Karten, Höhenprofile und GPS-Tracks zur Verfügung, mit denen sie die Strecke selbstständig zurücklegen können. In Mahora gibt es außerdem Wander- und Fahrradrouten am Valdemembra sowie Aussichtspunkte von den ländlichen Wegen in Richtung Júcar-Tal.
Bei Bolinches im Gemeindegebiet von Mahora vereinigt sich der Charco Azul mit dem Júcar und bildet einen der ruhigsten und tiefsten Wasserbereiche dieses Flussabschnitts. Charco Azul ist ein kleines Gebiet mit Ufervegetation in der Nähe des Barranco de La Hoz del Valdemembra. Die Ruta del Valle del Cabriel hebt in Mahora den Wasserturm auf dem Platz als Sehenswürdigkeit hervor.
Feste und Gesänge
Das Fest zu San Antón umfasst eine Wallfahrt aufs Land, eine Auktion, eine traditionelle Schweineschlachtung sowie die Verkostung von Gachas und einem schlammigen Reisgericht aus der Schlachtung. Die Patronatsfeiern ehren im August am 15. die Virgen de Gracia und am 16. den heiligen Rochus (San Roque).
„Folías a la Virgen“ ist ein traditionelles Lied aus Mahora, das am Samstag nach dem 30. April gesungen wird. Während der Karwoche finden Prozessionen am Gründonnerstag und Karfreitag statt. Der wichtigste Tag ist der Ostersonntag mit der Prozession der Begegnung, bei der die Quintos der Jungfrau als Albicias bezeichnete Blumensträuße darbringen.
Wein und Küche
Bodega Cantos bietet geführte Besichtigungen der Anlagen, Weinverkostungen, Verkostungskurse und gastronomische Erlebnisse an. In ihrem Weingut bewahrt die Bodega Betonamphoren und die ursprüngliche vertikale Presse, die nicht mehr genutzt wird.
Lokale Bars in Mahora servieren Weine der D.O. Manchuela, die mit traditionellen Tapas, Käse und Erzeugnissen aus dem Gartenland kombiniert werden. Zur Wintergastronomie in Mahora gehören Atascaburras, Gachas, Migas de Pastor, Ajoaceite und Tortilla de Harina.
Weitere Orte
Weitere Orte: Robledo, Tarazona De La Mancha, Elche De La Sierra, Las Casicas, Zapateros, Bonete, Chinchilla de Monte-Aragón und Paterna Del Madera.
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