Turieno – Lebaniegische Architektur und Pilgerwege

File:Turieno, Camaleño.jpg File:Turieno, Camaleño.jpg Foto: Luis Fermín TURIEL PEREDO via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Turieno gehört zu den Dörfern, die traditionelle lebaniegische Architektur bewahren. Dazu zählen Steinhäuser mit Holzbalkonen und Schieferdächern. In der zivilen Architektur von Camaleño gibt es in Turieno interessante Herrenhäuser.

Das Ortsbild verbindet damit unterschiedliche Elemente ländlicher Baukultur: die genannten Steinhäuser mit ihren Holzbalkonen und Schieferdächern sowie die Herrenhäuser, die zur zivilen Architektur von Camaleño gehören. Die architektonischen Merkmale sind unmittelbar mit den Gebäuden verbunden, die den Charakter von Turieno bestimmen.

Kultur und Geschichte

Im 9. Jahrhundert trug das Kloster den Namen San Martín de Turieno. Es wurde zum Aufbewahrungsort des Lignum Crucis, eines Stücks des Kreuzes Christi. Der erste Bischof von Astorga hatte dieses Stück aus Jerusalem gebracht. Das Kreuzstück sollte vor dem Vordringen der Araber in den Norden der Iberischen Halbinsel geschützt werden. Seine Aufbewahrung machte das Kloster 1512 zu einem bedeutenden Pilgerzentrum. Zugleich erhielt es das von Papst Julius II. verliehene Privileg des Heiligen Jahres.

In dieser Abfolge liegen mehrere historische Bezugspunkte: der frühere Klostername, die Herkunft des Kreuzstücks aus Jerusalem, seine Verwahrung und die spätere Bedeutung des Klosters im Jahr 1512. Das Privileg des Heiligen Jahres gehört dabei ebenso zur Geschichte des Ortes wie seine Rolle als Pilgerzentrum.

Die Kirche des Klosters Santo Toribio wurde 1256 mit finanzieller Unterstützung der Gläubigen erbaut. Sie folgt der monastischen Gotik mit zisterziensischem Einfluss.

Mit ihrem Baujahr 1256 steht die Kirche innerhalb der überlieferten Klostergeschichte für einen eigenen Abschnitt. Ihre monastische Gotik und der zisterziensische Einfluss benennen die architektonische Form, während die finanzielle Unterstützung durch die Gläubigen den überlieferten Entstehungsrahmen ergänzt.

Pilgerwege

Der Camino Vadiniense ist eine 157,5 km lange Route. Er verbindet den Camino Lebaniego mit dem Camino Francés. Der Camino Lebaniego geht vom Camino del Norte aus. Nach dem Kloster kann der Camino Vadiniense über eine Straße durch Turieno, Argüebanes und Congarna führen.

Damit stehen in Turieno mehrere Pilgerbezüge nebeneinander: Der Camino Lebaniego beginnt am Camino del Norte, der Camino Vadiniense stellt die Verbindung zum Camino Francés her, und sein weiterer Verlauf kann nach dem Kloster durch Turieno, Argüebanes und Congarna führen.

Wandern

Die Etappe La Hermida–Monasterio de Santo Toribio führt durch Turieno und ist 25 km lang. Für Sie ist ein langer Wandertag von etwa sieben Stunden möglich. Ebenso lässt sich die Etappe auf zwei Tage mit einer Pause in Potes aufteilen.

Die Angaben zur Etappe machen ihre zeitliche Ausdehnung klar: Auf 25 Kilometern folgt entweder ein langer Wandertag von ungefähr sieben Stunden oder eine Aufteilung auf zwei Tage. In der zweitägigen Variante ist die Pause in Potes ausdrücklich Teil des beschriebenen Verlaufs.

Landschaft

Die Anlage von Santo Toribio liegt an einem Hang des Berges La Viorna. Sie ist von Wäldern umgeben und blickt auf die hohen Gipfel des östlichen Massivs der Picos de Europa.

So treffen an der Anlage drei klar benannte Landschaftsbezüge zusammen: der Hang der La Viorna, die umgebenden Wälder und der Blick auf die hohen Gipfel des östlichen Massivs der Picos de Europa.

Weitere Orte

Weitere Ziele für Ihre Reiseplanung: Cosgaya, Pido, Espinama, Fuente Dé, Pembes und Lon.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Camaleño.

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