Espinama: Rundwege, Kirchen und Hórreos im Valdebaró-Tal
Unterkünfte in Espinama
Espinama verbindet markante Wanderwege mit einer eigenständigen Bau- und Ortsgeschichte. Die PR-PNPE 26, Ruta Hayedo de las Ilces, ist ein 10,4 Kilometer langer Rundweg, der in Espinama beginnt und endet. Für den Start in Espinama wird die Richtung entgegen dem Uhrzeigersinn empfohlen; in dieser Richtung ist der Rundweg ausgeschildert.
Natur und Wege
Die Ruta Hayedo de las Ilces folgt am rechten Ufer des Deva dem Verlauf unterhalb der von den Gipfeln des Coriscao herabreichenden Wälder und führt durch Las Ilces. Ein weiterer markanter Weg ist die PR-PNPE 24, Ruta Puertos de Áliva. Sie führt von El Cable durch die Bergweiden von Áliva hinunter bis nach Fuente Dé. Zur Route gehören ausgedehnte Bergweiden in Áliva sowie Buchen- und Eichenwälder im letzten Abschnitt.
Der letzte Abschnitt der Ruta Puertos de Áliva ist eine Alternative zu dem Weg, der nach Espinama hinunterführt. Von Espinama muss man 2,5 Kilometer auf der Straße bergauf gehen, um Fuente Dé zu erreichen. Espinama und Pido bilden den oberen Abschnitt des Valdebaró-Tals und gelten als geeigneter Ausgangspunkt für Ausflüge in die Picos de Europa.
Kirchen und Ortsgeschichte
Die neue Kirche von Espinama und ihre Nebenräume sind L-förmig um einen quadratischen Innenhof angeordnet. Zu diesem gehört eine Säulengalerie, die von klosterähnlichen Gestaltungselementen geprägt ist. Die neue Kirche, das Centro Parroquial de Espinama, liegt auf einer Anhöhe und beherrscht den Blick über den Ort. Errichtet wurde sie 1966–1968 nach einem Entwurf des Architekten Ángel Hernández Morales.
Die Iglesia Vieja de Espinama ist dem heiligen Vinzenz dem Märtyrer geweiht. Sie geht auf das späte 16. Jahrhundert zurück, auch wenn ihre Ursprünge mitunter ein Jahrhundert später angesetzt werden; errichtet wurde sie von Steinmetzen aus Trasmiera. Neben der alten Kirche steht die Puente de San Vicente, die gegen Ende des 18. Jahrhunderts mit Unterstützung von Alejandro Rodríguez de Cosgaya erbaut wurde.
Hórreos und herrschaftliche Häuser
Die erste bekannte dokumentarische Erwähnung von Hórreos in Espinama stammt vom 26. Juli 1463. Im Ortsteil Resturo steht mit La Casona Espinamas größtes herrschaftliches Haus. Es besitzt zwei große Wappen sowie kunstvolle Verzierungen an den steinernen Fenstern und an der hölzernen Galerie und Traufe.
Die Hórreos de Liébana sind freistehende Getreide- und Vorratsspeicher. Ihre Wände bestehen aus Holzbrettern, während die Dächer mit arabischen Dachziegeln gedeckt sind und zwei oder vier Dachflächen haben. Etwa zwei Meter über dem Boden stehen sie auf vier oder sechs pyramidenstumpfförmigen Füßen aus Holz oder Stein, den sogenannten „pegollos“.
Weitere Orte auf derselben Destinationsebene sind Fuente Dé, Lon, Cosgaya, Pembes, Pido und Turieno.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Camaleño.