Cabezón De Liébana: Kirchen, Wanderwege und historische Landschaften
Cabezón de Liébana verbindet romanische Baugeschichte mit Wegen durch geschützte Lebensräume und historische Landschaften. Im Gemeindegebiet liegt Santa María de Piasca, als Bien de Interés Cultural ausgewiesen. Die romanische Kirche stammt aus dem 12. Jahrhundert und wurde auf einem ehemaligen Kloster errichtet, das im 9. Jahrhundert gegründet worden war.
Landschaft
Die Route Las Colladillas führt durch einen kontrastreichen Mix aus mediterranen und atlantischen Ökosystemen und durch eine große Vielfalt an Lebensräumen. Entlang des Weges kommen geschützte und prioritäre Arten wie Rosalia alpina und der kantabrische Braunbär (Ursus arctos) vor. Die betreffenden Lebensräume und Arten sind im europäischen Natura-2000-Netz innerhalb der Besonderen Erhaltungsgebiete Liébana und Río Deva geschützt. Die Route verläuft in den Gemeinden Pesaguero und Cabezón de Liébana und führt durch die Überreste alter Befestigungen, Spuren alter Dehesas sowie ein Netz aus Pfaden und historischen Wegen.
Wanderungen
Die Rundroute Cornejas verläuft zwischen Cabezón de Liébana und Cillorigo de Liébana und beginnt und endet in Cahecho. Sie führt in das geschützte Natura-2000-Gebiet ZEC Liébana; in der Nähe der ZEPA Sierra de Peña Sagra lassen sich vielfältige Vogelarten beobachten, darunter Greifvögel sowie kleinere Wald- und Feldvögel. Außerdem führt die Route durch den Azufral de Cambarco, einen der ausgedehntesten Korkeichenbestände im Norden der Iberischen Halbinsel. Der Wald hat sich seit einem Brand im Sommer 2006 deutlich erholt.
Die Rundwanderung zur Ermita de la Luz beginnt in Luriezo (Cabezón de Liébana), führt am Hang der Peña Sagra zur Ermita de Nuestra Señora de la Luz und kehrt über das Valle Estrecho zum Ausgangspunkt zurück. Dabei entstehen Landschaftsausblicke auf die großen Gipfel von Liébana, ausgedehnte Waldflächen und Talabschnitte mit Dörfern und menschlicher Nutzung. Die Wanderung führt durch Eichen- und Buchenwälder sowie ausgedehnte Buschlandflächen mit bemerkenswerter Biodiversität.
Kultur
Das Fest Virgen de la Luz in Peña Sagra, Aniezo (Cabezón de Liébana), ist als Fiesta de Interés Turístico Regional, also als regional bedeutendes Tourismusfest, anerkannt und für den 8. September in Cabezón de Liébana angegeben. Auf dem Friedhof von Cabezón de Liébana sind das ehemalige Portal und die ehemalige Hauptkapelle der alten Pfarrkirche erhalten. Im Portal der Kirche von Luriezo befindet sich eine kantabrisch-römische Rundstele mit einem Durchmesser von 1,35 m und einer Stärke von 20 cm. In Cabezón de Liébana befindet sich außerdem die barocke Kapelle von Guadalupe.
Im Zentrum des Dorfes Aniezo liegt der 2000 eröffnete Parque del Agua mit einer römischen Brücke, einem Hufbeschlaggestell, einer wasserbetriebenen Walkmühle beziehungsweise einem Batán und einer Getreidemühle. Mehrere dieser Bauwerke stehen mit der Nutzung der Wasserkraft in Verbindung. Die Pisa beziehungsweise der Batán in Aniezo ist eine aus Eichenholz gefertigte hydraulische Maschine aus vorindustrieller Zeit, die zum Schlagen, Entfetten und Walken von Wollstoffen verwendet wurde.
Orientierung
Eine Straßenroute von Potes über Ojedo nach Piedras Luengas führt durch Cabezón de Liébana und Pesaguero. Naturea führt außerdem die Route Cabezón de Liébana, un viaje en el tiempo mit einer Dauer von 2 Stunden, einer Länge von 1,5 km und niedrigem Schwierigkeitsgrad.
Weitere Ortsnamen sind Frama, Perrozo und Cambarco.
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