Perrozo: Romanische Kirche, alte Bauformen und Wanderwege
Unterkünfte in Perrozo
Landschaft
Perrozo liegt am linken Ufer des Flusses Lamedo, eines Nebenflusses des Bullón. Von Perrozo aus bietet sich ein Panorama auf das östliche Massiv der Picos de Europa. Neben dem Eingang zur Kirche in Perrozo stehen zwei sehr alte Olivenbäume.
Weitere Orte, die Sie auf dieser Ebene aufrufen können, sind Frama und Cambarco.
Wandern
Der Wanderweg PR-S XX „Entre Perrozo y Lerones“ beginnt und endet in Perrozo und verläuft vollständig in einem Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung (LIC). Er ist ein 12,5 km langer Rundwanderweg. Auf seinem Verlauf liegen ungefähr 3,3 km Karrenweg, 8,1 km Piste und 1,1 km Straße; die Gehzeit beträgt in beiden Richtungen 4 Stunden und 40 Minuten.
Eine lineare Wanderung von Lerones nach Perrozo führt durch Steineichen- und Eichenbestände und endet an der Kirche Unserer Lieben Frau von der Himmelfahrt.
Vor dem Aufbruch sollten Sie aktuelle Wegbedingungen prüfen; bei einer Strecke mit Karrenweg, Piste und Straße gehört diese Kontrolle zur üblichen Vorbereitung.
Kultur
Die Kirche der Himmelfahrt in Perrozo hat einen romanischen Ursprung, der auf das späte 12. oder frühe 13. Jahrhundert datiert wird. Ihr romanisches Eingangsportal ist von einem Alfiz mit Spitzbogen eingefasst; die verzierten Archivolten und die Kapitelle tragen ungewöhnliche Figuren.
Über der südlichen Tür befindet sich ein rundes steinernes Gitter mit geschnitztem Rand, einem S-förmigen Stängel mit Efeublatt und einer durchbrochenen Rosette mit sechs oder sieben Blütenblättern. Das Original des Gitters soll im Diözesanmuseum von Santillana aufbewahrt werden; das in Perrozo befindliche Gitter ist eine Gipskopie.
In der Kirche steht ein halbkugelförmiger romanischer Taufstein mit einem Durchmesser von 81 cm und einer Höhe von 73 cm, jeweils ohne Sockel.
Geschichte
Das ehemalige Kloster Santa María de Perrozo ist seit dem 11. Jahrhundert belegt. Es befand sich an dem Ort, an dem heute die Pfarrkirche steht. Im Jahr 1030 schenkte Munio Alfonso, Graf von Liébana, das Kloster Santa María und Santiago de Perrozo der Äbtissin Fronilde von Piasca.
La Torre de Perrozo ist ein ehemaliges herrschaftliches Landhaus aus dem 18. Jahrhundert. 1998 wurde es vollständig restauriert; dabei blieb die traditionelle lebaniegische Architektur mit ihrer prägenden Verwendung von Stein und Eichenholz erhalten.
In Perrozo sind alte Brotöfen als sichtbare traditionelle Bauelemente zu finden. Sie können halbkugelförmig oder quadratisch aus Stein und Ziegeln, teilweise auch aus Lehm, ausgeführt und an das Hauptgebäude angebaut sein.
Geografische Einordnung
Die Zufahrt nach Perrozo erfolgt über die CA-871. Gegenüber von Piasca zweigt sie von der Straße CA-184 zwischen Ojedo und Piedrasluengas ab.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Cabezón De Liébana.